Tonnenschwere Träger halten Sporthalle
Alles im Griff hatten die beiden Poliere der Firma Mestekemper, Peter Muske (32, links) und Rüdiger Buckow (45). Mit einem Kran der Firma Peterburs wurden die Spannbetonelemente in Position gebracht.

Die Elemente stammen aus dem Betonwerk Anhalt in Köthen und wurden von der Baustofffirma Bussemas und Pollmeier (Verl) geliefert. In der Nacht waren sie mit vier Schwertransportern nach Gütersloh gefahren worden, zwei auf jedem Fahrzeug.

Am frühen Morgen wurden sie auf dem Marktplatz in Stellung gebracht, um dann – Element für Element – auf die Baustelle transportiert zu werden. Für das Rangieren musste die Bismarckstraße jeweils kurz gesperrt werden. Auf der Baustelle brachte ein Kran der Firma Peterburs (Rheda-Wiedenbrück) die Träger in Position.

„Das ist eine filigrane Arbeit“, beschrieb Bauingenieur Bernd Lübbert von der Firma Mestekemper (Rheda-Wiedenbrück) die Schwierigkeit, die Träger so in Stellung zu bringen, dass die Hülsen an den Enden genau auf die gut 20 Zentimeter langen Dochte passten. Millimeterarbeit, die unter der Regie der beiden Poliere Peter Muske und Rüdiger Buckow reibungslos über die Bühne ging. Kurz nach 13 Uhr saßen alle acht Spannbetonbinder in den vorbereiteten Einbuchtungen.

Sie überspannen die Halle der Dreifachsporthalle. An ihnen können später einmal Trennwände und Geräte aufgehängt werden. Die Montage der Kolosse ist ein Höhepunkt beim Neubau der Sporthalle nach den Plänen des Architekturbüros Herzog und Kordtomeikel. Als nächstes wird die Decke über dem Tribünentrakt (400 Plätze) und den Funktionsräumen gegossen. Bald wird auch die Halle geschlossen.

Mit den ersten Arbeiten für die Innenstadtsporthalle war im Herbst begonnen worden. Nach einer Unterbrechung im Winter starteten die Rohbauarbeiten im Frühjahr („Die Glocke“ vom 23. Mai). In sechs bis sieben Wochen soll der Rohbau fertig sein, im Frühjahr 2013 die ganze Halle. Sie schließt an den naturwissenschaftlichen Trakt und die Mensa des Städtischen Gymnasiums an, von wo sie beim Schulbetrieb auch erreicht wird. Zuschauer werden durch einen Eingang an der Bismarckstraße Zutritt haben. Die Kosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro.

SOCIAL BOOKMARKS