Trafobrand führt zu Stromausfall
Bild: Eickhoff
Die Sporthalle in Spexard musste am Samstagabend von der Feuerwehr mit Strom versorgt werden. Eine Notbeleuchtung war gesichert.
Bild: Eickhoff

Den Brand meldeten Passanten kurz nach 18 Uhr. Den Kräften der Berufsfeuerwehr sowie des Löschzugs Spexard waren zunächst die Hände gebunden: Sie mussten auf einen Mitarbeiter der Netzgesellschaft warten, ehe unter Atemschutz mit nicht elektrisch leitfähigem Kohlendioxid (CO2) gelöscht werden konnte.

Außer der Berufsfeuerwehr und dem Löschzug Spexard wurden später auch der Führungsdienst der Feuerwehr, die Löschzüge Gütersloh (Abrollbehälter Sonderlöschmittel) und Friedrichsdorf (Lichtmast) sowie zwei Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert. Als gegen 19 Uhr in der Sporthalle der Strom ausfiel, hatte die Feuerwehr bereits alle Maßnahmen eingeleitet, um zumindest die Notbeleuchtung in der Halle wieder in Betrieb zu nehmen. Von außen wurde der Strom über Notstromaggregate in die Anlage eingespeist.

Das Unternehmen, das die Verpflegung der Flüchtlinge sicherstellt, versorgte die Einsatzkräfte zusammen mit Helfern des DRK Verl mit Speisen und Getränken. Zwischenzeitlich hatte das DRK das Betreuungspersonal für die Unterkunft von fünf auf zwölf Mitarbeiter aufgestockt. Auch der Sicherheitsdienst verstärkte seine Präsenz.

Mitarbeiter der Netzgesellschaft überbrückten die beschädigte Trafostation und konnten gegen 23 Uhr die Versorgung der Sporthalle wiederherstellen. Nach Angaben von Rainer Frenz, DRK-Einsatzleiter für die Unterkunft, konnte aber die Heizungsanlage für die Sporthalle zunächst nicht in Betrieb genommen werden. Erst nachdem eine provisorische Lösung eingerichtet war, lief gegen 1.15 Uhr auch die Heizung wieder.

Stadtwerke-Sprecher Roland Stüwe erläuterte am Sonntag, in der Trafostation werde der Strom von Mittelspannung (10 000 Volt) auf Niedrigspannung (400 Volt für Haushaltsanschlüsse) umgewandelt. Der Brand sei offenbar auf der Niedrigspannungsseite entstanden. Hinweise auf eine Manipulation von außen hätten seine Kollegen nicht entdeckt. Seitens der Stadtwerke gehe man von einem technischen Defekt aus. In den nächsten Tagen werde man sich auf die genaue Schadenssuche machen.

Außer der Sporthalle waren auch einige Nachbarn in der Umgebung ohne Strom. Die Höhe des Schadens konnte Stüwe noch nicht beziffern. Kollegen, die schon seit rund 40 Jahren bei den Stadtwerken arbeiteten, könnten sich an einen solchen Zwischenfall nicht erinnern, so Stüwe.

SOCIAL BOOKMARKS