Tribüne in Mohns Park wird abgebrochen
Bild: Dünhölter
Wird abgetragen: die Tribüne vor der Freilichtbühne in Mohns Park.
Bild: Dünhölter

„Dabei werden die noch unversehrten Betonblockstufen aussortiert und zur Wiederverwendung gelagert“, erklärt Dirk Buddenberg vom städtischen Fachbereich Grünflächen. Bis etwa Mitte September sollen die Arbeiten mit der Montage der Holz-Sitzauflagen zum Abschluss gebracht werden. Die Zuschauertribüne der Freilichtbühne in Mohns Park stammt aus dem Jahr 1949. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren 50 000 Kubikmeter Trümmerschutt aus der zerstörten Stadt Gütersloh in Mohns Park gekarrt und zu einem Berg aufgeschüttet worden. Das war die Geburtsstunde der Freilichtbühne. Sie musste wegen massiver Bau- und Sicherheitsmängel im Dezember gesperrt werden. Bei einem Gutachten waren die Schäden festgestellt worden.

Charakter der Anlage bleibt erhalten

Das Planungskonzept des Fachbereichs Grünflächen orientiere sich nah am ursprünglichen Erscheinungsbild, so dass der Charakter der beliebten Anlage erhalten bleibe, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung zu den beginnenden Sanierungsmaßnahmen. Lediglich die Anlage der mittleren Stufenaufgänge werde neu geordnet und entsprechend der heutigen Sicherheitsstandards in einem geraden Verlauf ausgebildet. Das Zuschauerkontingent von mehr als 1000 Plätzen bleibe erhalten, heißt es in der Mitteilung weiter. Während der Sanierungsarbeiten bleibe das direkte Umfeld der Freilichtbühne für Fußgänger und Fahrradfahrer gesperrt. Alle anderen Sport-, Spiel- und Freizeiteinrichtungen in Mohns Park seien wie gewohnt uneingeschränkt nutzbar. Der Verkehrsverein plant für den Gütersloher Sommer ein Renovierungsprogramm mit drei Konzerten auf der großen Wiese hinter der Freilichtbühne. Die Kosten für die Sanierung sind auf 285 000 Euro veranschlagt. Die Stadt hatte versucht, einen Sponsoren zu finden, der einen Teil der Maßnahme finanzieren sollte, jedoch ohne Erfolg. Der Umweltausschuss hatte der Sanierung im Februar trotzdem zugestimmt. Die Tribüne soll jetzt vollständig aus städtischen Mitteln finanziert werden.

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