Turmblasen setzt mit Verspätung ein
Bild: Dünhölter
Unter der Leitung des Präsiden Patrick Roick spielte der Gymnasial-Posaunenchor Weihnachtschoräle beim traditionellen Turmblasen am Evangelisch-Stiftischen Gymnasium.
Bild: Dünhölter

 Was dann allerdings kam, war ein Novum. Zum Ritual gehört es, dass die Bläser erst mit dem letzten Glockenschlag der Turmuhr starten. In diesem Jahr passierte um Mitternacht – nichts.

Während sich die teilweise mit Marschverpflegung ausgestatteten Besucher wunderten, wurden oben auf dem Balkon erste Notfallpläne geschmiedet. Zum Glück behielt Präside Patrick Roick kühlen Kopf. Weil die in diesem Fall tonangebende Turmuhr sieben Minuten nachging, begann das Turmblasen eben mit entsprechender Verspätung. Als um 0.07 Uhr endlich der erste Glockenklang ertönte, machte sich oben und unten spürbare Erleichterung breit.

 Im Wechsel spielten nun die rund 40 Bläser fünf Weihnachtschoräle, darunter „Tochter Zion“ sowie „Oh Du fröhliche“. Wer textsicher war, sang mit. Den traditionellen Weihnachtsgruß der Bläser – „Wir wünschen euch fröhliche Weihnachten“– wurde vom Auditorium gern und vor allem vielstimmig beantwortet. 20 Minuten später waren die Zuhörer gegangen. An der Feldstraße kehrte wieder der Weihnachtsfrieden ein. Stille Nacht – alle Jahre wieder.

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