Umbau der Berliner Straße startet
Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer, Stellplätze und eine attraktive Gesamtansicht von Platz und Straße aus jeder Perspektive. Die Berliner Straße (Ansicht vom Rathaus aus) wird im Bereich des Konrad-Adenauer-Platzes nach dem Umbau zu einem integrierten Stück Innenstadt.

Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer, ein Platzangebot für Kurzparker, eine Gestaltung, die den Konrad-Adenauer-Platz mit der Berliner Straße verbindet und gleichzeitig die Fußgängerzone in diesen Bereich weiter öffnet – all das sind, ebenso wie die Erneuerung aller Ver- und Entsorgungsnetze, Ziele des Umbaus der Berliner Straße zwischen Strenger- und Friedrich-Ebert-Straße. Am Montag beginnen die Bauarbeiten für die größte innerstädtische Maßnahme in diesem Jahr. Mitte November soll sie abgeschlossen sein.

Teilkonzept Innenstadt

Die Umgestaltung dieses Bereichs ist Teil des „integrierten Stadtentwicklungskonzepts – Teilkonzept Innenstadt“, das von Bund und Land gefördert wird. „Uns ist bewusst, dass jeder Umbau zunächst einmal Einschränkungen für die Anlieger mit sich bringt. Wir setzen jedoch alles daran, diese möglichst gering und erträglich zu halten“, erklärt Stadtbaurätin Nina Herrling in einer Mitteilung. Daher orientiere sich die Verkehrsführung während der Bauzeit weitgehend am Bedarf des Einzelhandels und der Anlieger. Alle Geschäfte im Baubereich blieben erreichbar, auch für den Anlieferungsverkehr.

Sprechstunde im Baubüro

„Sollten spezielle Belange berücksichtigt werden müssen, können diese individuell im Rahmen der Möglichkeiten abgestimmt werden, zum Beispiel Transporte, deren zeitliche Disposition nicht veränderbar ist oder turnusmäßige Krankentransporte“, erklärt Rainer Ernst, Projektleiter beim Fachbereich Tiefbau. Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten Hinweise zu bestehenden Notwendigkeiten geben. Informationen dazu gibt es während der Bauzeit im Internet unter www.berlinerstrasse.guetersloh.de. Zudem sind Mitarbeiter der Stadt und des Planungsbüros Röver donnerstags von 17 bis 18 Uhr direkt im Baubüro als Ansprechpartner anzutreffen.

Zusätzliche Parkplätze an alter Feuerwache

Dort und auf der Website sind auch Parkmöglichkeiten aufgeführt. Sie sind während der Bauzeit eingeschränkt, weil die Plätze am Straßenrand wegfallen, aber nach wie vor seien ausreichend Stellplätze im Umkreis von 300 Metern vorhanden, betont die Stadtverwaltung. Zusätzlich würden Plätze an der ehemaligen Feuer- und Rettungswache ausgewiesen. Montags bis donnerstags ab 17 Uhr, freitags ab 14 Uhr sowie samstags und sonntags ganztägig darf auch der Parkplatz hinter dem Rathaus genutzt werden.

Baustellen-Ticket für die Busse

Auch das Baustellen-Ticket, das zum Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes aufgelegt wurde und das mit seinem Ein-Euro-Tarif ab Freitagmittag (Kinder frei) gut angenommen wird, wird es weiter geben. Die Buslinien 201, 209, 211 und 43 fahren die Strengerstraße während der Bauzeit nicht an, sie können direkt ab dem ZOB genutzt werden. Keine extremen Wettbedingungen und nicht erkennbare Unabwägbarkeiten im Untergrund vorausgesetzt, soll der Umbau der Berliner Straße vor dem Weihnachtsgeschäft 2020 abgeschlossen sein.

Vier Phasen

Die Maßnahme wird in vier Phasen umgesetzt. Die erste beginnt am Montag, 20. Januar, mit den Arbeiten im Kreuzungsbereich Strenger-/Schul- und Berliner Straße. Um den Verkehr aus der Strengerstraße zügig abfließen zu lassen, wird die Berliner Straße zur Einbahnstraße in Richtung Friedrich-Ebert-Straße. Der Zulieferverkehr für die Mittlere Berliner Straße (zwischen Strenger- und der Kökerstraße) erfolgt über die Strengerstraße. Wichtig ist dabei für die Anlieger der Schulstraße: Die Einbahnstraßenregelung wird dort aufgehoben. Sie endet jedoch als Sackgasse in der Baustelle.

Fußgänger laufen über Konrad-Adenauer-Platz

Umleitungen sind großräumig ausgeschildert. Fußgänger erreichen die Innenstadt über den Konrad-Adenauer-Platz. Die Geschäfte an der Berliner Straße gegenüber dem Konrad-Adenauer-Platz sind erreichbar. Radfahrer können stadtauswärts die Fahrbahn nutzen. In Richtung Innenstadt geht es über den Konrad-Adenauer-Platz.

Kanalbauarbeiten in den Sommerferien

In Phase zwei und vier der Baumaßnahme bleibt die Berliner Straße Einbahnstraße, diesmal von der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Strengerstraße. Wie jetzt auch führt der Weg von dort aus weiter über die Schulstraße, die wieder zur Einbahnstraße wird. Auch in diesen Phasen gilt: Die Geschäfte bleiben erreichbar. Phase drei bezeichnet in den Sommerferien die Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße. Dort werden Kanalanschlüsse gelegt. Gezielt wird dazu die Ferienzeit auf der sonst stärker befahrenen Straße genutzt. Vier bis fünf Wochen kalkuliert der Fachbereich Tiefbau für diese Arbeiten. In diesen Wochen kann der Bauabschnitt an der Berliner Straße nicht durchfahren werden.

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