Umbau der Manufaktur kommt voran
Bild: Dinkels
Riesige Stahlträger stützen das Mauerwerk an der Haller Straße. Wo der Unternehmer und Investor Markus Temming steht, soll bis Ende des Jahres die Volksbank mit ihrer Isselhorster Filiale einziehen.
Bild: Dinkels

Ende des Jahres will auch die Volksbank Bielefeld-Gütersloh mit ihrer Filiale in das alte Gemäuer an der Haller Straße ziehen, das jetzt noch bedrohlich emporragt wie ein ausgehöhlter Zahn, abgestützt durch schwere Stahlträger. „Das Mauerwerk zu halten, so dass nicht alles zusammenstürzt, ist schon eine Aufgabe“, sagt der Brillenunternehmer und Investor Markus Temming (45) bei einem Ortstermin.

Wegen des sandigen Untergrunds habe man an vielen Stellen, vor allem an der Haller Straße die Fundamente durch Boden-Injektionen sichern müssen. Im Mauerwerk fänden sich immer wieder neue Strukturen, die man so nicht erwartet habe. Pläne müssten in Abstimmung mit der Denkmalpflege nachjustiert werden, sagt Temming, der selbst an drei bis vier Tagen in der Woche auf der Baustelle nach dem Rechten sieht. Sein Projektleiter Christian Ettrich ist täglich da.

Eigentlich hatte Temming mit seinem Unternehmen schon von der Isselhorster Straße umziehen wollen. Jetzt wird es wohl März oder April. Vier Wochen Vorbereitungszeit kalkuliert der Chef. Der tatsächliche Umzug soll dann in einer Woche über die Bühne gehen, die Produktion maximal vier bis fünf Tage unterbrochen werden.

In den künftigen Produktionsräumen läuft der Innenausbau, während andernorts noch das Mauerwerk bearbeitet wird. An der Kellerei wurde ein Anbau errichtet, der eigentlich restaurierte Oldtimer beherbergen sollte. Diese Pläne werden zurzeit überdacht.

Aus dem Aufbau eigener Messestände wurde die Idee geboren, eine eigene Kollektion mit Leuchten und Steckmöbeln für den gewerblichen Bereich zu entwickeln. Die neue Halle könnte für die Montage genutzt werden. Gleichzeitig plant Temming für September einen Relaunch der Brillen-Marke passend zu einer Fachmesse in Paris.

Einschließlich der eigenen Flächen seien bisher 65 bis 70 Prozent der gewerblichen Flächen vermietet, sagt Temming. Namen will er noch nicht nennen. Ein Betreiber für die Gastronomie werde noch gesucht. „Der hat eine Schlüsselfunktion für den Hof, das muss passen“, sagt der Hausherr. Ein geplantes Boardinghaus will er selbst betreiben.

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