Verkauf des Parkhaus-Anteils erwogen
Bild: Dinkels
Der Parkhausteil mit der Einfahrt an der Münsterstraße gehört der Stadt. Ein Verkauf soll nun geprüft werden.
Bild: Dinkels

Der Ausschuss beschäftigt sich mit dem Thema hinter verschlossenen Türen in seiner Sitzung am Donnerstag, 10. Januar, ab 17 Uhr im Rathaus. Das Parkhaus verfügt über insgesamt mehr als 300 Stellplätze. Es gehört zu 44 Prozent der Stadt und zu 56 Prozent der Highstreet B portfolio GbR mit Sitz in Amsterdam, der auch die Kaufhaus-Immobilie gehört. Vereinfacht: Der linke Teil mit der Einfahrt (Baujahr 1981/82) ist städtisch, jener mit der Ausfahrt (Baujahr 1965), der 2008 für zwei Millionen Euro saniert wurde, privat.

Im Frühjahr hatte Highstreet bereits den Wunsch äußern lassen, vier Flurstücke mit einer Gesamtgröße von 750 Quadratmetern, auf denen im Wesentlichen das Verbindungsbauwerk zwischen Karstadt und dem alten Amtsgericht steht, zu kaufen. 1976 waren sie über einen Erbbaurechtsvertrag dem Vorgänger, der Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH, zur Verfügung gestellt worden. Mit dem Parkhaus würden dann alle von Karstadt genutzten Immobilien in das Eigentum des Vermieters übergehen.

Die Veräußerung der Parkhäuser ist ein Lieblingsthema der FDP. Unzählige Anläufe hat sie zu diesem Zweck unternommen. Bislang hatte die Verwaltung die Anlagen unterm Strich als profitabel angesehen und von einem Verkauf abgeraten.

In der vergangenen Woche war der Verkauf des Berliner Kaufhauses KaDeWe und 16 weiterer Warenhäuser der ehemaligen Arcandor-Gruppe von Highstreet an das Immobilienunternehmen Signa des österreichischen Investors René Benkos bekanntgeworden. Ob sich darunter auch das Gütersloher Haus befindet, war am Donnerstag nicht zu erfahren.

SOCIAL BOOKMARKS