Verwaltung wird zur zentralen Ambulanz
Bild: Bojak
Reinhard Loer, Kaufmännischer Direktor der LWL-Klinik (links), und Walter Großeheide, Technischer Direktor der Einrichtung, im Gespräch über die Umbauarbeiten im ehemaligen Verwaltungsgebäude.
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In dem denkmalgeschützten Gebäude an der Hermann-Simon-Straße entsteht ein modernes Ambulanzzentrum. In dem in der Zeit von 1912 bis 1914 errichteten Haus werden die allgemeinpsychiatrische, die gerontopsychiatrische und die suchtmedizinische Ambulanz untergebracht. Zudem sollen auch die Mitarbeiter des betrieblichen Dienstes für ambulante Pflege und betreutes Wohnen ab November ihre Räume dort finden. Ebenso der Psychosoziale Fachdienst zur betrieblichen Beratung. „Im Haus entstehen rund 1500 Quadratmeter Nutzfläche“, erklärt Loer. Davon könnten noch einige Räume vermietet werden, sagt er. „Zum Beispiel an niedergelassene Psychotherapeuten.“

Leistungsschwerpunkte können besser abgestimmt werden

Ziel der Bündelung der unterschiedlichen Abteilungen ist es, die Leistungsschwerpunkte besser abzustimmen. Auch die enge Zusammenarbeit mit niedergelassen Psychotherapeuten hält Loer im Sinne der Patienten für wünschenswert. „Sie finden ohne lange Wege alle Angebote unter einem Dach.“ Das Gebäude wird behindertengerecht umgebaut und mit einem Aufzug, der alle drei Etagen verbindet, ausgestattet.

Hauptzugang von der Hermann-Simon-Straße

Begonnen haben die Arbeiten, die zu 80 bis 90 Prozent an regionale Firmen vergeben werden konnten, bereits im November. Die 100 Jahre alten Elektroleitungen, die Sanitär- und Heizungsanlagen werden erneuert. Es entstehen entsprechend eingerichtete Räume für Ärzte, Sozialarbeiter, Pflegekräfte und für medizinische Untersuchungen. Der Hauptzugang entsteht an der Hermann-Simon-Straße. Davor werden PKW-Stellplätze angelegt. Die zentrale Anmeldung soll großzügig gestaltet und durch einen hellen Wartebereich ergänzt werden. „Weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, mussten wir zwei Aspekte verbinden“, sagt Loer. „Die Herausforderung, die Bausubstanz zu erhalten und die Ambulanz nach modernen Anforderungen zu erweitern, ist uns gut gelungen.“

Ambulante Versorgung weiter ausbauen

Mit der Sanierungsmaßnahme, die 2,4 Millionen Euro kostet, reagiert die Klinik auf den steigenden Bedarf in der ambulanten Versorgung. „Die psychiatrischen Institutsambulanzen schreiben inzwischen jährlich 16 000 Behandlungsscheine“, erklärt Loer. Das sei deutlich mehr als noch vor fünf Jahren, als die Zahl der Behandlungsscheine bei 9500 lag. Die ambulante Versorgung von psychisch kranken Patienten, die schon seit 20 Jahren vorangetrieben werde, könne durch die aktuelle Maßnahme weiter ausgebaut werden.

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