Volksbank unterstützt Flüchtlingshilfe
Bild: Dünhölter
Schecks übergeben: (v. l.) Günter Göpfert (Vorstand DRK Kreisverband), Heinz-Hermann Vollmer (Präsident DRK Kreisverband), Hadija Destanovic (Diakonie), Thomas Sterthoff (Vorstandsvorsitzender Volksbank Bielefeld-Gütersloh), Marita Sieben (Diakonie) sowie Andreas Tyzak und André Bechtloff (beide Malteser).
Bild: Dünhölter

Stattdessen wird eine laut Vorstandssprecher Thomas Sterthoff, „nennenswert aufgestockte Summe“ für soziale Projekte gespendet. In diesem Jahr stand das Thema „Flüchtlingshilfe“ ganz oben auf der Agenda. Am Dienstag überreichte Sterthoff drei Schecks über jeweils 7000 Euro an den DRK-Kreisverband Gütersloh, die Diakonie Gütersloh sowie den Kreisverband der Malteser. Alle drei Institutionen sind auf ganz unterschiedliche Weise und zum Teil bereits seit Jahren wie die Flüchtlingsberatung der Diakonie in Rheda-Wiedenbrück in die Hilfe involviert.

Ehe Sterthoff die symbolischen Schecks überreichte, stellte er ein paar grundsätzliche Gedanken voran: „Das Thema Flüchtlinge ist derzeit überall präsent. In Unternehmen und der Bevölkerung ist sehr viel Enthusiasmus und eine hohe Einsatzbereitschaft vorhanden, allerdings auch sehr viel Bedarf an Wissen.“

Als pragmatischem Analytiker waren dem Vorstandssprecher natürlich auch die Schwächen des derzeitigen Systems nicht verborgen geblieben: „Geld und bürgerschaftliches Engagement sind das eine, oftmals fehlt es aber an der praktischen Umsetzbarkeit der Hilfe. Momentan steht die Bürokratie der Unterstützung mitunter nennenswert in Weg.“

Diesen Eindruck bestätigten die drei bedachten Organisationen. Im Namen seiner Mitstreiter unterstrich Hans-Hermann Vollmer, Präsident des DRK-Kreisverbands: „Es fehlt bei der Stadt eine Stelle, die die Hilfsangebote der unterschiedlichen Verbände koordiniert. Wenn wir mit der Gesetzgebung nicht flexibler werden, schaden wir uns selbst.“ Andreas Tyzak (Malteser) und Marita Sieben (Diakonie) sprachen von Hürden, die die Hilfe für die Menschen an Ort und Stelle oftmals nicht einfacher machen würden.

Um den Zugereisten aus aller Welt vor Ort konkrete Unterstützung anbieten zu können, verwendet die Diakonie den Spendenbetrag für das Projekt „Arbeit schafft Existenz“, durch das im Raum Rheda-Wiedenbrück schon etwa 600 Flüchtlinge ins Arbeitsleben integriert werden konnten. Das DRK nutzt die Spende für den neu ins Leben gerufenen Flüchtlingsfonds, mit dem unbürokratische Soforthilfen von bis zu 300 Euro geleistet werden können. Die Malteser setzen durch den Kauf eines Gabelstaplers für ihr Hochregallager auf eine strategische Verwendung des Geldes und eine dringend benötigte Unterstützung ihrer Infrastruktur.

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