Von der Grünfläche zum Kulturviertel
Bild: Frielinghaus
Freuen sich auf die Kulturveranstaltungen auf dem Dreiecksplatz: (v. l.) Andreas Schattschneider, Reinhard Beckord und Hans-Hermann Strandt von der Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz.
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Weder Freitag 18 noch die Woche der kleinen Künste leben von großen Namen. Im Rampenlicht stehen weitestgehend Künstler, die noch keine Weltberühmtheit erlangt haben. Und doch ziehen beide Formaten tausende Menschen an. Draußen, vielfältig und bei freiem Eintritt: Ein Konzept, das seit beinahe zwei Jahrzehnten auf dem Dreiecksplatz funktioniert. In diesem Jahr geht die Woche der kleinen Künste in die 20. Runde. Das Programm von Freitag 18 wird das Publikum von Mai bis September zum zehnten Mal begeistern.

Das Jubiläumsheft ist in Zusammenarbeit zwischen dem Flöttmann Verlag und der Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz angefertigt worden. Es hat eine Auflage von 4000 Exemplaren. Seit August vergangenen Jahres wird daran gearbeitet. Gleichzeitig startete Stephan Unkrüer mit einer Video-Dokumentation über Freitag 18 und die Woche der kleinen Künste. Herunterladen kann man den Film über einen QR-Code, der auf Seite drei des Jubiläums-Magazins zu finden ist.

Anekdoten und Historisches

Die beiden runden Geburtstage hat die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz zum Anlass genommen, ein Magazin herauszugeben. Auf 86 Seiten werden die Anfänge des Dreiecksplatzes als Kulturviertel beleuchtet, Anekdoten von besondere Momenten erzählt und ein Blick darauf geworfen, was hinter den Kulissen passiert. Angereichert mit Bildern und persönlichen Eindrücken von Ingo Börchers, Ulrich Twelker und Künstlern, kann in Erinnerungen geschwelgt werden. Die Vorfreude auf bevorstehende Veranstaltungen wird geschürt.

Minimalistisch aber aussagekräftig ist das Cover des 68-seitigen Hefts, das vom Flöttmann Verlag herausgegeben wird. Auf grünem Hintergrund ist ein abstrakt gestaltetes lächelndes Gesicht zu sehen, dessen Nase ein Dreieck ist. Noten am Rand und der Schriftzug „Der Platz des Lächelns“ komplettieren das Bild. Hinter dem schlichten Erscheinungsbild, das laut Strandt ganz bewusst so gewählt wurde, stecken die drei Attribute, die den Dreiecksplatz als Kulturviertel ausmachen: Musik, die grüne Wiese und gut gelaunte Künstler sowie Besucher. Eben ein Ort, den die Menschen mit einem Lächeln verlassen, sagt Strandt.

Die Redaktionsleitung für das Jubiläumsmagazin oblag Markus Corsmeyer vom Flöttmann Verlag.

13 Mitglieder gründen Verein

„Mittlerweile haben sich die beiden Formate Freitag 18 und die Woche der kleinen Künste zu Selbstläufern entwickelt“, sagt Reinhard Beckord, stellvertretender Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, der sich 2001 mit 13 Mitgliedern gegründet hat. Heute sind es 1140 Unterstützer.

Mussten die Organisatoren in den Anfängen noch gezielt nach Musikern aus der Region Ausschau halten, die bei Freitag 18 auftreten wollen, bekommt das Team heute Bewerbungen zugeschickt. Und auch für die Woche der kleinen Künste gibt es Bewerbungen. Erhältlich ist das Magazin am Dreiecksplatz gegen eine Spende.

50 Aktive organisieren Veranstaltungen

Die erste Woche der kleinen Künste hat 2000 auf dem Dreiecksplatz stattgefunden– zu dem Zeitpunkt organisiert von Privatpersonen. 2001 gründete sich schließlich die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz mit zunächst 13 Mitgliedern. „Die Keimzelle waren die Geschäftsleute um den Dreiecksplatz“, sagt Hans-Hermann Strandt. Heute unterstützen den gemeinnützigen Verein 1140 Personen. Davon begleiten 50 Aktive die Veranstaltungen.

Der Verein finanziert sich und die Veranstaltungen ausschließlich aus Spendengeldern. Er kann auf 90 Sponsoren zählen. 2012 waren es noch 50. Freitag 18 startet am 3. Mai. Einmal pro Woche treten auf dem Dreiecksplatz unterschiedliche Künstler aus der Region auf. Die Woche der kleinen Künste findet vom 26. bis 30. August statt. Das Programm wird noch bekanntgegeben.

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