Wapelbad als Station für Europaradler
Bild: Reckeweg
Voller Vorfreude steht der Wapelbad-Bademeister Matthias Markstedt vor dem Bauwagen auf dem Kiebitzhof-Gelände.  
Bild: Reckeweg

 „Wir haben die Idee schon seit circa fünf Jahren“, sagt Matthias Markstedt, Vorsitzender des Wapelbad-Fördervereins und bekannt als „Wapelbad-Bademeister“. „Wir haben nie den richtigen Bauwagen gefunden, und hier steht er plötzlich.“ Anlass für die Umsetzung sei nun, dass sich viele Radler ins Wapelbad verirrten, die auf dem Europaradweg R 1 unterwegs sind.

Der Streckenabschnitt durch Gütersloh ist 2011 umgelegt worden. „Nicht alle fahren mit aktuellen Karten los und sind verwirrt, weil diese nicht mit den Schildern übereinstimmen“, erläutert Markstedt. Zudem gebe es nirgendwo eine Übernachtungsmöglichkeit, die direkt an der Strecke liege – bis jetzt.

„In die Mitte des Bauwagens kommt eine Gemeinschaftsküchenzeile, rechts stellen wir zwei Stockbetten hinein und links ein King-Size-Doppelbett für ältere Herrschaften“, erzählt Markstedt fröhlich. Eine Übernachtung im Etagenbett solle dann fünf Euro kosten, im Doppelbett zehn Euro. „Der Wagen ist groß genug, acht Meter lang und bereits unterteilt“, berichtet er. Zelten im eigenen Zelt soll vorerst kostenlos bleiben. Außerdem werde in eine der Umkleiden eine Warmwasser-Dusche eingebaut. Sanitäre Anlagen sind bereits vorhanden.

Für Radler ausgeschildert ist das Wapelbad bereits. Markstedt stellte ein altes Rad an die Straßenecke, das auf das Wapelbad-Café hinweist. Nächste Woche soll noch ein Anhänger hinzu kommen, der die Campingmöglichkeit ausschildert. „Abends können die Leute vor dem Bauwagen sitzen, sich den Sonnenuntergang ansehen und morgens dann zu den nahegelegenen Bäckereien fahren, um zu frühstücken“, schwärmt Markstedt. „Das wird der schönste Platz am Europaradweg, der Mittelpunkt der Welt“, sagt er und lacht.

Vorher müsse der acht Meter lange Wagen aber noch ausgebaut werden und von außen neue Farbe erhalten. Zurzeit ist er noch im Besitz der Stadt. „Nächste Woche klärt Martin Henke, der Geschäftsführer des Wertkreises Gütersloh, zu dem auch der Kiebitzhof gehört, das mit der Stadt“, so Markstedt. „Aber wenn wir den Bauwagen nicht kriegen, dann holen wir uns halt einen anderen.“ Entschlossen ist Markstedt auf jeden Fall. „Ideen haben wir genug. Jetzt ziehen wir das durch.“

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