Wassertreten ist gar nicht so schwer

Das Mädchen trollt sich und lässt die anderen Kinder durch zwei Schüsseln und drei Eimer stapfen. Im evangelischen Kindergarten Erlöserkirche stehen seit zwei Jahren nämlich Kneipp-Anwendungen auf der Tagesordnung.

 „Ich bin auf die Idee gekommen unsere Einrichtung zu einem Kneipp-Kindergarten zu machen, als es mir selbst vor einigen Jahren nicht gut ging“, erzählt Kirsten Born-Schuller, Leiterin der Einrichtung. Um die eigene Gesundheit zu stärken, habe sie sich über das Natur-Konzept informiert. „Bei einer Messe des Gütersloher Kneipp-Vereins im Parkbad habe ich einen Prospekt über Kneipp-Kindergärten in die Hände bekommen. Die Idee hat mich dann einfach nicht mehr losgelassen.“

Gesundheitsbewusstsein wecken

Unter dem Motto „Mit Kneipp groß werden“ möchte der Kneipp-Bund in Kindergärten und Schulen einen Beitrag dazu leisten, dass aus den Mädchen und Jungen gesundheitsbewusst Erwachsene werden. Das Konzept sei einfach und ohne Probleme im Alltag einsetzbar, betont Kirsten Born-Schuller. Als sie vor rund zwei Jahren ihrem Team den Vorschlag unterbreitete, die Zertifizierung durch den Kneipp-Bund anzustreben, ließen sich die zehn Kolleginnen schnell begeistern. „Sechs sind inzwischen ausgebildete Gesundheits-Erzieherinnen“, sagt Kirsten Born-Schuller. Sie selbst wird noch in diesem Jahr an einem entsprechenden Seminar teilnehmen. In den Kindergarten-Alltag ist das Kneipp-Konzept längst integriert. „Die fünf Elemente Bewegung, Ernährung, Pflanzen und Heilkräuter, Wasser sowie Lebensordnung waren für uns nicht völlig neu.“

Vor dem Essen etwas tun

Seiit Jahren wird in der Einrichtung An der Erlöserkirche zum Beispiel Wert auf gesunde Ernährung gelegt. „Die Kinder erfahren bei uns, dass man etwas tun muss, bevor man etwas essen kann“, erläutert die Team-Leiterin. So wird morgens das Frühstück gemeinsam mit den Kindern zubereitet. Frisches Gemüse, Obst, selbst gemachte Brotaufstriche: Was die Mädchen und Jungen zusammen mit den Erzieherinnen vorbereitet haben, wird anschließend mit Genuss verzehrt. „Viele Eltern sind begeistert, dass ihr Nachwuchs bei uns Lebensmittel probiert, die zuhause nicht angerührt werden.“

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