Weberei: Morkes und Markstedt ein Team
Bild: Dinkels
Frische Ideen und Geld müssen die Bewerber für die Weberei mitbringen. Das Bild zeigt Versorgungsanschlüsse und Graffiti an der Hauswand. Drei Bewerber-Gruppen stellen sich am Donnerstag in der Stadthalle einer Auswahlkommission vor.
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Darüber informieren Morkes sowie seine Partner Frank Brune, Dominik Klima, Christiane Ziegele und nunmehr auch Markstedt in einer Pressemitteilung. Mit Tim und Steffen Böning, die in der Weberei einen Bürgerkiez planen, war das Gespräch nicht gesucht worden. „Daran haben wir nicht gedacht“, sagte Morkes der „Glocke“, ohne die Aussage weiter zu präzisieren.

Ziel des Veranstalters und Kommunalpolitikers – der sich selbst für befangen erklärt hatte – war es nach eigenen Angaben, „mit den drei Gütersloher Bewerbergruppen im Sinne aller Beteiligten die für die Weberei beste Trägerlösung herbeizuführen“. Dazu waren sowohl Gespräche mit Markstedt als auch mit dem Trio geführt worden. Morkes: „Trotz intensiver Bemühungen ist es leider nicht gelungen, die Konzepte zusammenzuführen und eine einheitliche Bewerbung zur Übernahme der Webereiträgerschaft aufzustellen.“

Dazu erklärten Kirchhoff und Partner auf Anfrage der „Glocke“ in einer Stellungnahme: „In einem einmaligen kurzen Gespräch mit den Bewerbern Norbert Morkes und Matthias Markstedt haben wir für uns nicht genügend Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten in der Konzeptionierung erkennen können, um die Zukunft der Weberei in einer einheitlichen Gesellschaft sicher auf den Weg zu bringen.“

Markstedt hingegen trägt das Konzept „Weberei für alle“, für dessen Umsetzung eine gemeinnützige gGmbH gegründet werden soll, mit. Die von Markstedt favorisierte Genossenschaft ist darin als spätere Option enthalten. Der Vorsitzende des Fördervereins Wapelbad hatte sich zuletzt öffentlich aus dem Vergabeverfahren verabschiedet.

An diesem Donnerstag haben die drei Bewerbergruppen die Gelegenheit, ihre Konzepte einer Auswahlkommission aus Vertretern der Verwaltung sowie der Ratsfraktionen darzulegen. Ab 9 Uhr stehen sie nacheinander dem Gremium im Konferenzraum der Stadthalle Rede und Antwort. Anschließend soll in kleiner Runde versucht werden, sich auf eine Empfehlung für den Kulturausschuss zu einigen, der im September eine Entscheidung treffen soll. Auf diese Weise soll im Oktober ein nahtloser Übergang gewährleistet werden.

Unterdessen wollen die Brüder Tim und Steffen Böning an diesem Dienstag ab 19 Uhr im Parkbad ihr Konzept und die Ergebnisse einer Bürgerbefragung zur Weberei vorstellen. Zehn Tage hatte jedermann die Möglichkeit, Wünsche und Anregungen zur neuen Weberei auf der Internetseite www.buergerkiez.de zu formulieren. „Wir waren von der Qualität der Vorschläge mehr als begeistert“, erklärt Bertelsmann-Manager Steffen Böning in einer Mitteilung. Laut Tim Böning, der in Berlin die Agentur „Der Bomber der Herzen“ betreibt, sind „Gastronomie und das Kulturprogramm“ die favorisierten Themen. Die Moderation übernimmt der aus Gütersloh stammende Comedian Simon Gosejohann. Auch der Gastronomiepartner Andreas Oehme, der in Bielefeld das Café Berlin und den Catering-Service Sternzeit führt, wird vor Ort sein.

Zu einer Diskussion auf Facebook hat der Umstand geführt, dass die Weberei die Veranstaltung auf der Internet- und der Facebook-Seite beworben hat. Manche Beobachter und auch Bewerber bewerten das als Stellungnahme der Belegschaft und als Bevorzugung eines Teams.

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