Weberei ist in ruhigerem Fahrwasser
Bild: Pieper
Die Strukturumwandlungen greifen: Karsten Weishaar (links) und Heiko Luwe haben als Geschäftsführer der Weberei das soziokulturelle Zentrum in ruhigeres Fahrwasser gebracht.
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Die beiden Geschäftsführer Heiko Luwe und Karsten Weishaar gaben Einblick in die Entwicklung des krisengeschüttelten, soziokulturellen Zentrums, das in diesem Jahr bei einer schwarzen Null ankommen will.

 Absolute Zugpferde waren die 107 Tanzveranstaltungen. „Elektrofon“ schlug mit durchschnittlich 1300 Besuchern zu Buche, „Adults Only“ mit 500, die Ü-30-Partys mit 800, die „Sensation-Nights“ mit 900 zahlenden Gästen. Sie machen das Gros der Einnahmen aus. Hinzu kamen Erlöse aus mehr oder minder gut besuchten Konzerten (38), Lesungen und Vorträgen (12) sowie Theatervorstellungen (32), davon die Hälfte für Kinder. Macht zusammen 117000 Euro und mit den städtischen Zuschüssen (123000 Euro) insgesamt 240 000 Euro.

 Dem stehen Ausgaben (Gagen, Personal, Miete, Verwaltung, Werbung) in Höhe von 312000 Euro gegenüber. Bleibt ein Minus von 72000 Euro, das zu mehr als Zweidrittel (rund 50000 Euro) durch die Gastronomie aufgefangen werden konnte. Unterm Strich bleibt ein Defizit von 23000 Euro, was der Kulturausschuss angesichts der finanziellen und strukturellen Altlasten, mit denen die Parisozial als Träger der Weberei 2009 gestartet war, als durchweg positiv bewertete.

Eingestehen mussten Weishaar und Luwe allerdings, dass sie die Veranstaltungen für den von ihnen übernommenen Jugendkulturring (JKR) zwar kostendeckend durchführen konnten (Einnahmen 29900 Euro, Ausgaben: 27500 Euro), aber die Zuschauerzahlen drastisch zurückgegangen seien, von den kläglichen, verbliebenen 20 Abonnenten ganz zu schweigen. Da half auch die für 50 Euro eingeführte JKR-Card, die satte Rabatte auf Einzelveranstaltungen bot, nichts mehr. Sie wurde nicht angenommen. In der neuen Saison will man neue Wege beschreiten. Im Bereich Bildu

ng und Jugendkunstschule gab die Weberei 46600 Euro aus, nahm aber nur 17300 Euro ein. Auch dieses Defizit muss die Gastronomie begleichen. Den Wunsch der Geschäftsführer nach einer Zuschusserhöhung nahm der Ausschuss stillschweigend zur Kenntnis.

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