Weberei wird in gGmbH ausgegliedert
Draußen herrscht Ruhe, hinter der Fassade wird an der Zukunft der Weberei gearbeitet. Rückwirkend zum 1. Januar wird der Betrieb in eine gemeinnützige GmbH überführt.  Bild: Dinkels

Über die Geschäftsführung soll in Kürze entschieden werden. Damit findet die im Frühjahr vorigen Jahres bei den städtischen Haushaltsberatungen entfachte Trägerdebatte ihren Abschluss. Im Februar hatten der derzeitige Träger Pari-Sozial und die Stadt eine Leistungsvereinbarung für drei Jahre unterschrieben. Der Verband hatte zugesichert, über eine eigenständige Betriebsform nachzudenken.

Am Donnerstagabend wurden die Mitarbeiter informiert. Die knapp 20 festen Kräfte werden mit allen Rechten und Pflichten übernommen. Am Freitag schickte Dorothea Hüttersen als Vorstandsmitglied die Information per E-Mail an Bürgermeistern Maria Unger, den Beigeordneten Andreas Kimpel und Fachbereichsleiter Wilhelm Kottmann.

„Wir werden die Weberei ausgliedern“, bestätigte Hüttersen am Freitag im Gespräch mit der „Glocke“. Pari-Sozial habe viele Aufgaben, die Ausgliederung ermögliche eine klare Trennung. So könne man das Profil der Weberei schärfen und sie besser mit dem Förderverein vernetzen. Pari-Sozial werde zunächst alleiniger Gesellschafter sein. In einem nächsten Schritt soll der Förderverein als Minderheitsgesellschafter hinzukommen. Vollständig wird es heißen: Die Weberei – gemeinnützige Gesellschaft für paritätische Sozialdienste mbH in der Stadt Gütersloh.

Eine andere Betriebsform, etwa eine Genossenschaft, sei auf die Schnelle nicht machbar gewesen, erklärte Hüttersen. Es sei auch nicht darum gegangen, andere Interessenten auszuschießen. „Wir haben sehr viel Erfahrung mit der Einbindung von anderen Akteuren.“ Der Solarunternehmer Matthias Markstedt hatte Pläne verfolgt, die Weberei mit einer Genossenschaft zu übernehmen.

Über die Geschäftsführung soll in der übernächsten Woche entschieden werden, sagte das Vorstandsmitglied. Infrage kommt Betriebsleiter Heiko Luwe. Es liegen aber auch externe Bewerbungen vor. Offen sei, ob es einen zweiten Geschäftsführer geben werde. Pari-Sozial-Mann Dieter Brinker wird nicht mehr beteiligt sein.

Die Umwandlung in eine gGmbH werde an der inhaltlichen Ausrichtung der Weberei nichts ändern, so Hüttersen. Die Neuausrichtung mit der Übernahme des Jugendkulturrings laufe davon unbenommen.

Ausführlicher Bericht am Samstag in der „Glocke“.

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