Weihnachtliche Weisen zum Shanty-Chor-Jubiläum
Bild: Borgelt
Der Shanty-Chor Gütersloh verbreitete maritime weihnachtliche Stimmung in der Stadthalle: (vorn v. l.) Helena und Sebastian Kremer sowie Chorleiter Udo Stender. Die Musiker wurden vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt.
Bild: Borgelt

Udo Stender, Leiter und Solist, hatte die maritimen und weihnachtlichen Lieder bereits im Sommer mit den Sängern einstudiert. Am Sonntag, beim Weihnachts- und Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen, passten sie genau: Die Landschaft trug ein dickes weißes Winterkleid. Die Konzertkarten waren schon Wochen vorher ausverkauft. Einige Plätze blieben am Sonntag in der Stadthalle trotzdem leer. Nicht jeder wagte es, über die mit schneebedeckten Straßen zur Stadthalle zu fahren.

Botschafter der Stadt

 

„25 Jahre sind im Rückblick schnell vergangen“, sagte Egon Henkenjohann, der Vorsitzende des Vereins, zur Begrüßung. Er nannte einige Höhepunkte. „Das ist unsere Mannschaft nach 25 Jahren“, sagte er mit Blick auf die Sänger und Musiker. „Wie kommt es eigentlich zu dieser maritimen Leidenschaft in Gütersloh?“, fragte Bürgermeister Hennig Schulz. Der Gründer des Chors, Günter Pischke, sei von der Ostseeküste nach Gütersloh gekommen und habe nicht auf die Seemannslieder verzichten wollen. Heute zähle der Chor 50 aktive und 50 passive Mitglieder. „Sie sind auch Botschafter der Stadt und bereichern das städtische Leben“, lobte Schulz. Er überreichte ein Geschenk und zog aus den Abschnitten der Eintrittskarten sechs Gewinner, die sich über unterschiedliche Preise freuen durften.

Lang anhaltender Beifall

Die Gäste genossen ein dreistündiges, überaus gelungenes Konzert in zwei Blöcken. Den ersten, maritimen Teil moderierte Egon Henkenjohann. „Auch Matrosen haben eine Heimat“, stellten die Sänger musikalisch fest. Der Chor schwärmte von der Waterkant und dem herrlichen Baikal, berichtete von der Treue der Seemänner und sang gefühlvoll das „Ave Maria der Meere“ mit Udo Stender als Solist. Wenn es passte, klatschten die Gäste spontan im Takt der Musik und sangen leise mit. Einmal mehr gelang es Sebastian Kremer, sein Lied „Und die Wolga fließt ins Abendrot hinein“ ausdrucksstark zu intonieren. Er bekam lange anhaltenden Beifall.

i-Tüpfelchen eines Adventssonntags

Reiner Büst sang „Nimm uns mit Kapitän auf die Reise“ und Stefan Köhler, Moderator im zweiten Teil, bereicherte das Konzert mit dem an diesem Tag so treffenden Titel „Wenn es kalt wird auf der Welt“. Zum Abschluss sang der Chor gemeinsam noch einige Weihnachtslieder. Am Ende waren sich die Besucher einig: Das Jubiläumskonzert war das i-Tüpfelchen des winterlichen zweiten Adventssonntags.

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