Weihnachtsmarkt nach Sturmwarnung dicht
Bild: Dinkels
An der Bühne auf dem Berliner Platz zurrte Manfred Hardt am Donnerstag die Spanngurte noch einmal fest. An den Seiten wurden die Planen entfernt und damit dem Wind die Angriffsflächen genommen. Der Weihnachtsmarkt musste schließen.
Bild: Dinkels

Auf dem Berliner Platz hatte Veranstaltungsmanagerin Eva Willenborg (Gütersloh Marketing) die Standbetreiber bereits am Vormittag aufgefordert, ihre Stände zu schließen und Schirme und Planen abzubauen. „Es wird wohl doch stürmischer als erwartet“, sagte sie der „Glocke“. Mittags zog der städtische Fachbereich Ordnung nach und ordnete die Schließung an. Die Stände wurden gesichert.

An der Bühne entfernten Frank Stiller und Manfred Hardt (FS Light Service) die Seitenplanen, brachten zusätzliche Spanngurte an und zurrten die Wassertanks an den Seiten noch einmal fest. So sollte der Wind der Konstruktion nichts anhaben können.

In Kindertagesstätten und Schulen oblag es den Leitungen, die Kinder und Jugendlichen nach Hause zu schicken. Der Kreis empfahl ein frühzeitiges Ende des Unterrichts wenn gewährleistet sei, dass die Schüler nicht vor verschlossenen Türen stünden. Kreissprecher Jan Focken wies darauf hin, dass es im Ermessen der Eltern liege, ihre Kinder am Freitag bei anhaltenden Sturmböen zur Schule zu schicken oder nicht. Einen generellen Unterrichtsausfall gebe es nicht.

Wie es um die Weihnachtsmärkte in Spexard und Friedrichsdorf bestellt ist, die am Freitagnachmittag öffnen sollen, vermochte Thomas Habig, Leiter des Fachbereichs Ordnung, nicht zu sagen. „Wir müssen abwarten, wie sich das weiter entwickelt“, sagte Habig. In Spexard standen die Hütten mittags schon. „Wir hoffen, dass wir öffnen können“, sagte Organisator Christian Janzen der „Glocke“. Aber auch: „Sicherheit geht vor.“ Die erweiterte Sturmwarnung galt am Donnerstag bis Samstagmorgen.

Sämtliche Feuerwehren und Löschzüge im Kreis waren ebenso wie die Ordnungsämter vorgewarnt worden. Der Kreis und die Feuerwehr Gütersloh gaben Verhaltenstipps heraus. Bis 18 Uhr meldete Wolfgang Hildebrandt, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands, gerade mal drei größere Einsätze in Harsewinkel und in Herzebrock-Clarholz wegen abgenickter oder umgestürzter Bäume, später noch einen in Westerwiehe. So schlimm wie befürchtet sei es dann doch nicht gekommen, so Hildebrand in einer Momentaufnahme. An der Friedrich-Ebert-Straße stand kurzzeitig Wasser im Tunnel.

An Kyrill (2007) und an die Hagelstürme, die im Juni und Juli Gütersloh heimsuchten, reichte Xaver nicht heran. Gleichwohl hat der Sturm nicht nur den Besuchern des Weihnachtsmarkts die Pläne verhagelt. Die Frequenz in der Innenstadt war für die Vorweihnachtszeit gering.

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