Weitere Förderung für Forschung in Gütersloh
Bild: Bojak
Freuen sich über die dritte Förderzuwendung: (v. l.) Hans-Dieter Tenhaef (MIT), Regierungspräsidentin Marianne Thomannn-Stahl, Professor Dr. Pascal Reusch, Professor Dr. Ingeborg Schramm-Wölk (Präsidentin der FH Bielefeld), Professor Dr. Wolfram Schenck, Anne-Katrin Schürer (Bio-Circle), Professor Dr. Martin Kohlhase, Dr. Armin Peter (Miele) und Dr. Robert Rae (Perfact Innovation) vor dem FH-Gebäude am Gleis 13.
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Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, überbrachte die Zuwendungsbescheide am Montag. Rund 1,8 Millionen Euro erhält die Fachhochschule für die Mini-Produktionsstraße, die am Fachhochschulstandort Gütersloh an der Schulstraße eingerichtet wird.

Indoor-Drohne überwacht Anlage

„Von den 1,8 Millionen Euro können wir die voll automatisierte Fertigung, die es in der Realität in Reinform noch nicht gibt, durch Handarbeitsplätze ergänzen“, erläuterte Professor Dr. Wolfram Schenk vom CfADS, wie das Geld eingesetzt wird. Zudem werde eine Indoor-Drohne zur Überwachung der Anlage benötigt, die Server-Kapazität müsse erhöht werden. Rund 600.000 Euro sollen in diese Hardware investiert werden.

Der Rest des Fördergelds werde für weitere Mitarbeiter benötigt, die die Ausrüstung erschließen und nutzbar machen müssten. Mit der Förderung sei es möglich, das CfADS zu einem vollumfänglichen Forschungszentrum mit dem zusätzlichen Schwerpunkt „humanzentrierte Smart Services“ auszubauen.

Ostern soll Anlage an den Start gehen

Im vergangenen Oktober hatte das CfADS rund drei Millionen Euro Fördergeld aus dem Fonds Forschungsinfrastrukturen für den Aufbau der Produktionsstraße für Forschungszwecke erhalten. Um Ostern 2020 herum werde die Anlage voraussichtlich funktionsfähig sein, erklärte Professor Dr. Pascal Reusch vom CfADS.

An der Entwicklung sind auch mittelständische Unternehmen beteiligt. So erhielten am Montag auch die Firmen Moderne Industrietechnik (MIT), Bio-Circle Surface Technology und Perfact Innovation Zuwendungen in Höhe von 63.000 bis 66.000 Euro.

Mittelstand und FH ergänzen sich durch Projekt

Das Projekt um datengetriebene Optimierung von Produktionsabläufen, um die Vorteile der Vernetzung von Mitarbeitern, Arbeitsplätzen, Anlagen und mobilen Maschinen soll vor allem kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, die digitalen Herausforderungen industrieller Fertigung zu senken.

Es sei ein gegenseitiger Austausch, waren sich am Montag alle Beteiligten einig. Die Unternehmen profitierten vom Know-how der Fachhochschulmitarbeiter. Die FH erhalte Einblicke in reale Produktionsabläufe.

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