Wencke Ruhwedel leitet die Frauenklinik
Bild: Bojak
Neue Chefin im Ärzteteam: (v. l.) Dr. Wencke Ruhwedel wurde am Freitag von Matthias Trepper (Vorsitzender des Aufsichtsrats des Klinikums), Jens Alberti (Pflegedirektor), Maud Beste (Geschäftsführerin) und Dr. Gero Massenkeil (Ärztlicher Direktor) offiziell vorgestellt.
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Am Freitag stellte das Klinikum die neue Chefärztin vor – übrigens die erste Frau in dieser Position – und verabschiedete am Nachmittag Dr. Hulde offiziell in den Ruhestand. Für die Leitung einer solchen Klinik sei es notwendig, sowohl in der Geburtshilfe als auch in der operativen Gynäkologie ausgebildet zu sein, sagte Wencke Ruhwedel bei ihrer Vorstellung. Inzwischen spezialisierten sich aber viele Ärzte nur auf eines der beiden Fachgebiete, erklärte sie, warum es in deutschen Kliniken so viele freie Chefarztpositionen in diesem Bereich gebe.

Hervorragende Nachfolgerin für Dr. Hulde

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Ruhwedel eine hervorragende Nachfolgerin für Dr. Hulde gefunden haben“, betonte Maud Beste, die Geschäftsführerin des Klinikums. „Mit ihr werden wir die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und das Leistungsspektrum der Klinik weiter ausbauen und erweitern.“ Es sei nur die längst überfällige Herstellung der Normalität, dass jetzt eine Frau zum Team der Chefärzte gehöre, betonte Dr. Gero Massenkeil, Ärztlicher Direktor der Einrichtung. Bereits in den ersten drei Wochen habe sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit der neuen Kollegin sicher gelinge.

Tolles Team und modernster Kreißsaal

„Für mich war die Zeit für eine Veränderung richtig“, erklärte Wencke Ruhwedel, warum sie ihre Stelle als Leitung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie des Gynäkologischen Krebszentrums am St.-Vinzenz-Hospital in Köln für die Position in Gütersloh aufgegeben hat. „Hier gibt es ein Brustzentrum und eine gynäkologische Krebsstation – diese gleichzeitige Zertifizierung ist selten“, führte die 49-Jährige aus. „Ein tolles Team, die Zertifizierung als babyfreundliche Geburtsklinik und einen vorbildlich neu gestalteten Kreißsaal mit steigenden Geburtenzahlen – in Gütersloh finde ich optimale Bedingungen um gemeinsam Akzente zu setzen und Neues aufzubauen.“

Natürliche Geburten fördern

Gemeinsam mit ihrem Team will sie in Zukunft minimalinvasive Eingriffe weiterentwickeln. Eine neue, an der Universität Leipzig entwickelte Operationsmethode zur Behandlung von Gebärmutterhalskrebs bringt sie ebenfalls mit. „Es ist eine besonders nervenschonende Methode, für die ich ausgebildet bin.“ Und Wencke Ruhwedel hat ein weiteres Anliegen – sie möchte die natürliche Geburt, die Spontangeburt, wieder mehr fördern.

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