Wertkreis Gütersloh legt Grundstein
Am Grundstein: (v. l.) Jutta Schalk (Bewohnerbeirat), Daniela Nink (Wertkreis-Projektleiterin), Thomas Hein (Fechtelkord und Eggersmann), Thomas Huneke (Wertkreis-Bereichsleiter), Elisabeth Witte (Aufsichtsratsvorsitzende), Horst Rodestock (Bewohnerbeirat), Dr. Christine Disselkamp (stellvertretende Landrätin), Monika Paskarbies (stellvertretende Bürgermeisterin) und Martin Henke (Wertkreis-Geschäftsführer).  Bild: Dinkels

Als einen „weiteren wichtigen Stein in der Geschichte des Wertkreises“ bezeichnet die Aufsichtsratsvorsitzende Elisabeth Witte den Neubau. Es ist nach Wiedenbrück, Halle und zwei Einrichtungen in Gütersloh die fünfte Wohnanlage, in der Menschen mit Behinderungen betreut werden sollen. „Ein Haus zum Wohlfühlen und Leben“ solle es werden, sagte Elisabeth Witte.

„Das Engagement des Wertkreises wissen wir in der Stadt Gütersloh zu schätzen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies (CDU). „Die Wartezeit für viele behinderte Menschen geht damit zu Ende.“ Die Nähe zur Innenstadt, die den Bewohnern Teilhabe ermögliche, unterstrich die stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp (CDU). Und augenzwinkernd: „Mein Grußwort wird sehr kurz, ich habe gerade erst erfahren, dass ich eins halten soll.“

In einem Kunststoffzylinder wurden eine Urkunde, die Baupläne, die Freizeitung (das Magazin des Wertkreises) sowie Tageszeitungen und Münzgeld eingemauert. Die Lacher auf ihrer Seite hatte Elisabeth Witte, als sie anmerkte, dass die Gegenstände gefunden würden, wenn der Neubau in 100 Jahren wieder abgerissen werde. Denn daran mochte bei der Grundsteinlegung noch niemand denken.

Mit drei Hammerschlägen wurden Wünsche verbunden: auf dass das Bauvorhaben gelinge, viele Menschen zufrieden dort leben mögen und die Einrichtung gut in die Stadt integriert werde.

Für 2,2 Millionen Euro entsteht eine Anlage mit 24 Wohnplätzen sowie 20 Plätzen in der Tagesbetreuung. Sie ist für ältere Menschen gedacht, die nicht in einer Werkstatt arbeiten. Das Konzept sieht Einzel-, Paar- und Gruppenwohnen vor. Der Zugang liegt an der Bogenstraße. Der Garten soll als Sinnesgarten gestaltet werden.

Die Fertigstellung ist für Juni 2012 geplant. Am 7. Juni war bei Ausschachtungsarbeiten eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe gefunden worden. Danach wurde das Grundstück gründlich nach weiteren Kriegsrelikten durchsucht. Wegen des instabilen Untergrunds mussten große Mengen Erdreich ausgebaggert und ersetzt werden.

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