Westernhagen sagt Auftritt beim Rosenball ab
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Marius Müller-Westerhagen bei der Echo-Verleihung.
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Die Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Gastgeberin ist Liz Mohn, Präsidentin der Schlaganfall-Hilfe und Sprecherin der Eigentümerfamilie des Bertelsmann-Konzerns. Bei der Musik-Tochter BMG waren Farid Bang und Kollegah unter Vertrag. Die Verleihung des Musikpreises Echo an die beiden Skandalrapper hatte zu einem bundesweiten Eklat geführt. Müller-Westernhagen gehörte zu den Künstlern, die ihre Echos daraufhin zurückgeben wollten – insgesamt sieben Stück.

„Marius hätte die Stiftung gern unterstützt“, erklärte sein Manager am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings arbeite die Stiftung eng mit Bertelsmann zusammen. Deshalb habe „er derzeit von einer Teilnahme abgesehen“.

BMG hat die Verbindung zu den Rappern inzwischen gelöst und sich von jeglicher Form von Antisemitismus und Diskriminierung distanziert. Liz Mohn hat viele Freunde in Israel. Dazu zählte der frühere Bürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek (1911-2007). 2006 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv verliehen.

Anstelle von Müller-Westernhagen wird der Berliner Sänger und Produzent Adel Tawil am 5. Mai in Berlin auftreten. Tawil ist seit November vorigen Jahres auch  Präsident der Hannelore-Kohl-Stiftung. Zum Rosenball im Hotel InterContinental werden 600 Gäste erwartet.

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