Willkommen auf dem Planet Bunto
Bild: Hensdiek
Die liebenswerten Bewohner des Planeten Buntos: Szene aus dem Kindermusical der Hauptschule Nord in Gütersloh.
Bild: Hensdiek

 Die sechste Klasse der Schule hat sich dieser Situation nun kreativ angenommen und sie in einem Musical verarbeitet. Drei Monate lang hatten die Schüler Zeit, um sich mit dem Stück auseinander zu setzen und es premierenreif zu machen.

Gemeinsam mit Musikpädagogin Yvonne Eichweber, die das Stück verfasst hatte, wurden Texte und Lieder gelernt und in Szene gesetzt. Zeitgleich probte ein eigens zusammen gestelltes kleines Orchester der Schule für Musik und Kunst an der Gütersloher Feldstraße den notwendigen Klangteppich für einen gelungenen Besuch auf dem Planeten „Bunto“.

Dort sind alle Bewohner gleich bunt gekleidet gekleidet. Alle fühlen sich gleich wohl. Als sie eine große silberne Kugel finden, berufen sie eine Versammlung ein und beratschlagen, was das sein könnte. Zauberkugel, Ball, Pyramide oder Melone?

 Abrupter Szenenwechsel: Schulalltag heute. Die Jungen interessieren sich für Fußball und Computer, die Mädchen für Mode und Schminktipps. Und auch ein Außenseiter fehlt nicht. Ein Bild, das sich die Bewohner des Planeten Bunto nur schwer ansehen können. Sie möchten mehr Gerechtigkeit und verzaubern die Menschenkinder. Möglichst gleich sollen sie sein, damit es keinen Streit mehr gibt und auch niemand wegen dem, was er denkt oder tut, ausgeschlossen wird. Doch was wären die Menschen ohne all die Farben ihres Denken und Handelns? Die Buntos müssen einsehen, dass diese Unterschiede wertvoll und wichtig sind. Und sie erkennen auch, dass trotzdem ein fröhliches und freundliches Miteinander möglich ist.

Auch wenn das Lampenfieber der Schüler während der Umbaupausen hinter der Bühne deutlich wahrzunehmen war, auf der Bühne gelangen Texte, Gesten und Musikstücke. Keine Frage, die Kinder hatten das Stück verinnerlicht. Und damit war ein wesentliches Ziel dieses vom Förderverein der Schule und der Renate-Gehring-Stiftung unterstützten Pilotprojekts erreicht. „Die Welt ist bunt, die Welt ist wunderbar“, hieß es am Ende. Eine Aussage, die auch für das tägliche Schulleben von Bedeutung ist.

SOCIAL BOOKMARKS