Winkler-Preis geht an Nikola Jaensch
Die junge Künstlerin Nikola Jaensch erhält den Woldemar-Winkler-Preis.

Ihr obliegt es nun, den Gewinner des Woldemar-Winkler-Förderpreises (1500 Euro) zu benennen.

Fundstücke des Alltags

 Nicht nur Dr. Gisbert Porstmann, Direktor der Dresdener Museen und Vorsitzender der Jury, war von der Qualität der sechs vorgestellten Kandidaten angetan. Als Begründung für die Entscheidung für Jaensch gab er an: „Im Mittelpunkt steht bei ihr der Mensch und sein Verhältnis zu einer von Überresten der Zivilisation durchsetzten Natur. Pflanzen, Tiere, anthropomorphe Figuren sowie unterschiedliche Fundstücke des Alltags durchdringen unbestimmte Räume einer geheimnisvollen Welt, in der sich die Gegenwart des Menschen in Umrissen oder einfachen Schriftspuren zeigt. Es sind aus den Tiefen der Seele geschöpfte Bilder, mit denen die Künstlerin ihre Collagen gestaltet und kaleidoskopartig zusammensetzt.“ Mit dieser imaginativen Kunst trifft Jaensch auf den kreativen Kosmos von Woldemar-Winklers.

Außer Dr. Gisbert Porstmann gehörten der Jury unter anderem auch Christoph Winkler, der Winkler-Preisträger von 2009, Luigi Troia, sowie Markus Runte Kurator der Städtischen Galerie Am Abdinghof Paderborn, an. Er hatte Nikola Jaensch vorgeschlagen und konnte die Künstlerin nun auch mit der Preis-Nachricht bei einer Vernissage in Süddeutschland überraschen Kunstfreunde werden ihre Arbeiten ab 19. Juni in der Gütersloher Sparkasse kennenlernen können.

Dreidimensionale Bildschöpfungen

 Es handelt sich um komplexe, zwei- und dreidimensionale Bildschöpfungen. Sie wirken anziehend durch ihr ästhetisches, harmonisches, insgesamt zurückhaltendes Auftreten. Reduzierte, sorgsam abgestimmte Farbigkeit, ungewöhnliche, aber ausgewogene Komposition und wiederkehrende Bildelemente, die leicht zuzuordnen scheinen, stimmen auf wohlgefälliges Betrachten ein.

Bisherige Preisträger waren außer Luigi Troia auch Milan Nápravnik, Louis Pons und Rosa Loy, Ehefrau von Neo Rauch.

SOCIAL BOOKMARKS