Wo neue Wohnhäuser gebaut werden könnten
Am Rothaarweg in Spexard soll die bestehende Siedlung erweitert werden. Elf Gebäude mit etwa 20 Wohnungen sind vorstellbar. Die Erschließung soll über eine Stichstraße vom Rothaarweg erfolgen.

Rothaarweg: Die etwa einen Hektar große Fläche liegt südlich des Roothaarwegs in Spexard. „Das Plangebiet ist aufgrund der ruhigen Lage am Übergang zur freien Landschaft prädestiniert für eine Wohnnutzung“, heißt es in einer von Stadtbaurätin Nina Herrling unterzeichneten Vorlage für den Ausschuss. Das Gebiet werde von einem privaten Projektentwickler betreut. Dort sollen bis zu zehn Einzelhäuser oder 20 Doppelhaushälften entstehen. Erschlossen werden die Häuser durch eine Stichstraße vom Rothaarweg aus. Dort könnte es ein weiteres Gebäude geben.

Mit Blick auf die bestehende Bebauung sollen maximal zwei Geschosse bei einer maximal zulässigen Firsthöhe von 9,50 Metern und einer Traufhöhe von sechs Metern erlaubt werden. Zulässig sind Satteldächer mit einer Dachneigung von 30 bis 45 Grad. Jedes Haus soll bis zu zwei Wohneinheiten haben, je Doppelhaushälfte darf es nur eine sein. Am südlichen Rand soll ein drei Meter breiter Streifen mit heimischen Sträuchern den Übergang zum Grünland gewährleisten.

Forsythienweg: Eigentümer der am Magnolienweg sowie am Forsythienweg gelegenen Grundstücke hatten angeregt, eine rückwärtige Bebauung für ihre Grundstücke zu ermöglichen. Dabei handelt es sich um ehemalige Siedlungsgrundstücke mit einem großen Flächenanteil zur Bewirtschaftung. Insgesamt könnten in dem rund 4,3 Hektar großen Quartier westlich der Kahlertstraße laut Verwaltung zwischen 30 und 57 Wohneinheiten auf dem Weg der Nachverdichtung entstehen. Im Ausschuss geht es um den erneuten Offenlagebeschluss.

Robert-Stolz-Straße: Für das 4286 Quadratmeter große gewerblich genutzte Gelände an der Neuenkirchener Straße, ehemals Thorlümke und Schöpp, will die Stadt als künftige Nutzung mit einem Bebauungsplan Wohnen festschreiben. Dort hatte es Bestrebungen gegeben, einen Discounter anzusiedeln. Der Bebauungsplan sieht drei dreigeschossige Baukörper mit bis zu 50 Wohnungen vor.

Teismannsweg: Auf einer rund 6600 Quadratmeter großen Fläche zwischen Teismannsweg und Berliner Straße (B 61), die ehemals gewerblich genutzt wurde, strebt der Eigentümer eine Wohnnutzung an. Dort könnten nach einem vorliegenden Entwurf sechs Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf bis acht Wohnungen entstehen, die vom Teismannsweg erschlossen würden. In der Mitte ist ein Spielplatz vorgesehen. In der Verwaltungsvorlage heißt es dazu: „Für eine Entwicklung von dringend benötigtem Wohnungsbau bietet sich die Fläche aufgrund der innenstadtnahen Lage an.“

Gewerbe geplant

Auch für die ehemaligen Betriebsflächen der abgewickelten Firma Brüggershemke und Reinkemeier an der Berliner Straße hatten Politik und Verwaltung als grundsätzliche Nutzungsmöglichkeit urbanes Wohnen erwogen. Die Grünen fordern jetzt in einem Antrag, dass für die insgesamt rund fünf Hektar großen Betriebsflächen ein Bebauungsplan aufgestellt wird, um die weitere Entwicklung zu steuern. Die Begründung ihres Antrags soll in der Sitzung des Planungsausschusses erfolgen.

Für den Bereich Bartels Feld A will die Verwaltung einen Bebauungsplan aufstellen, der auf den abgeräumten Fläche Gewerbe festschreibt. Da Gewerbeflächen der Stadt Gütersloh „derzeit nicht anderweitig zu Verfügung stehen, ist eine Entwicklung von Wohnbauflächen hier nicht um-setzbar“, heißt es in der Vorlage. Wie berichtet, will Hagedorn für die Post/DHL im rückwärtigen Bereich ein Brief- und Paketzentrum bauen. „Hier ist nach erster Prüfung eine Genehmigungsgrundlage gemäß Paragraf 34 Baugesetzbuch gegeben“, heißt es in der Vorlage. Für die weitere Entwicklung nebenan soll ein Bebauungsplan her.

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