Wohnen im Park bei Elmendorf geplant
Ansicht: Baulampe Architekten
Moderne Architektur: Die Neubauten sollen eine weiße, pulverbeschichtete Aluminium-Fassade erhalten. Durch das Verschieben von Wohneinheiten in den Gebäuden entstehen Vor- und Rücksprünge. Markant sind die überstehenden Flachdächer.
Ansicht: Baulampe Architekten

Das Parkgelände umfasst rund 8310 Quadratmeter. Die Villa steht wie das benachbarte ehemalige Brennerei-Gelände (heute Manufaktur Markus T.) unter Denkmalschutz. Im Park stehen Bäume, die als Naturdenkmäler eingetragen sind. Dazwischen sollen die Neubauten platziert werden, die in ihrer modernen Architektur einen Kontrast zur Villa bieten sollen.

Die beiden Solitärbauten nach den Plänen des Bielefelder Architekten Thomas Lampe bergen jeweils fünf Wohneinheiten mit Größen zwischen 95 und 180 Quadratmetern. Sie haben je zwei Geschosse plus ein Staffelgeschoss. Zu den großen Penthousewohnungen gehören je zwei Dachterrassen.

Wie der Architekt berichtet, bleiben die Wohnungen ebenso wie der Park und die Fabrikantenvilla im Besitz der Familie Elmendorf, die als Bauherr auftritt. Die Wohnungen sollen vermietet werden.

Architekt Thomas Lampe aus Bielefeld plant die Neubauten.
Laut Lampe sollen die beiden solitären Neubauten einen Gegenpol zur denkmalgeschützten Villa bilden. Sie erhalten große, teils überstehende Flachdächer. Die Fassade aus weißem, pulverbeschichteten Aluminium wird gleichsam durch das Verschieben der Wohneinheiten – Lampe sagt: „Körper“ – durchbrochen. Es entstehen Vor- und Rücksprünge. Die Gebäude werden mit Erdwärme versorgt. Die Wohnungen erhalten Balkone und Loggien. Die künftigen Mieter dürfen auch den Park nutzen, heißt es.

Insgesamt zwölf Stellplätze für die zehn Wohnungen entstehen in einer Tiefgarage, die zwischen dem südlichen Neubau und der Villa im mittleren Grundstücksteil liegt. Sie wird von der Haller Straße über eine Zufahrt angefahren, die rechts am Altbau vorbeiführt. „Diese Position ermöglicht es, den vorhandenen Baumbestand zu schützen“, erklärt der Architekt. Erste Gespräche mit der Verkehrsplanung im Rathaus hätten ergeben, dass eine Anfahrt von der Haller Straße realisierbar sei. Im Zuge der Grundstückstrennung zur benachbarten Manufaktur war bereits eine neue Zufahrt angelegt worden.

Das Bauvolumen bezifferte Architekt Lampe gegenüber dieser Zeitung auf rund vier Millionen Euro. Mit einem Baubeginn rechnet er nach eigenen Worten in diesem Jahr nicht mehr, da der Bebauungsplan noch geändert werden muss. So sieht der geltende Plan zwar zwei Baufelder vor, jedoch noch an anderer Stelle auf dem Gelände nebeneinander im Südwesten näher zur Manufaktur hin. Die neuen Baufelder näher zur Haller Straße seien aus städtebaulicher Sicht sowie mit Blick auf die denkmalgeschützte Villa und den Park vorteilhafter, sagt Lampe. Der Park bleibe erlebbar. Auch der Gestaltungsbeirat, der im Prinzip schon sein Okay gegeben habe, möchte laut Lampe noch einmal einen Blick auf die Entwürfe werfen.

Die Parkanlage liegt übrigens im Hochwasserschutzgebiet der Lutter. Die notwendigen Ausgleichsflächen würden auf dem eigenen Grundstück durch eine Modellierung des Geländes erstellt, sagt der Architekt. Das sei mit dem Kreis Gütersloh so abgestimmt worden.

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