Wünsche in den Himmel geschrieben
Bild: Dünhölter
Es werde Licht: Janna (11, links) und Maja (8) waren begeistert vom Taschenlampenkonzert vor dem Theater.
Bild: Dünhölter

Wegen der Sanierung der Tribüne in Mohns Park musste das Konzert am Freitag vor das Theater verlegt werden – was der Resonanz keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: Einige hundert Kinder kamen samt Taschenlampen und Familien bei spätsommerlichem Wetter zusammen. Im Gepäck: Decken und Picknickkörbe.

Davon zeigte sich auch der Vorstand der Michaeliswoche beeindruckt. Die Vorsitzende Gabriele Conert: „Hier ist es viel voller als im vergangenen Jahr bei schlechterem Wetter in Mohns Park. Dafür ist die Stimmung im Park natürlich einzigartig.“ Ihr Vorstandskollege Willi Kottmann ließ deshalb auch keinen Zweifel am Ort des vierten Taschenlampenkonzerts am 3. Oktober 2015: „Nicht umsonst tritt die Band in Berlin auf der Waldbühne auf. Darum hoffen wir, das Konzert im kommenden Jahr auf der neuen Freilichtbühne präsentieren zu können.“

Die vielen neugierigen Theater-Besucher, die sich bis zum Beginn der Hamlet-Aufführung in eleganter Garderobe unter die bunte Schar gemischt hatten, werden dann wohl nicht dabei sein. Sie verpassten schon diesmal die buchstäblich leuchtenden Höhepunkte des Freiluftkonzerts.

Richtig in Fahrt kam das Festival der bunten Lichter, als gegen 19.20 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit die Hauptdarsteller des Abends zum Einsatz kamen: die Taschenlampen. Fast jedes Kind und jeder Erwachsene hatte sein persönliches Exemplar mitgebracht. Nach den Anweisungen von der Bühne wurde zusammen oder im Kanon gesungen, wild getanzt und herum geleuchtet. Die kleinen Lampen glühten im Akkord.

Ob „Scheibenwischerleuchten“, „Befunzeln“ des rechten oder des linken Nachbarn, die Augen der Kinder strahlten beim  Taschenlampenkonzert vor Vergnügen mit den Leuchten um die Wette. Das war natürlich längst nicht alles. Auch die Geometrie-Kenntnisse der kleinen Besucher wurden auf die Probe gestellt. Gemeinsam wurden auch Striche, Dreiecke, Quadrate und andere Vierecke gezeichnet.

Richtig spannend wurde es dann kurz vor Schluss. Beim „Taschenlampenlied“ leuchteten zum Refrain („Tausend kleine Taschenlampen schreiben hier für Groß und Klein ganz geheime Wünsche in den Abendhimmel hinein“) fast alle ihre Wünsche in den spätsommerlichen Abendhimmel über der Skylobby.

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