ZDF-Moderator wirbt für Umweltschutz
Bild: Blumenstein
Mit seinem Edelstahlkoffer reist der Naturfilmer und ZDF-Journalist Dirk Steffens für seine Reportagen („Terra X“) um die Welt. Jetzt sprach er in einem bildreichen Vortrag im Städtischen Gymnasium über die gefährdete Schönheit des Planeten Erde.
Bild: Blumenstein

 „Das ist der Koffer, mit dem ich reise“, versichert der Journalist und Naturfilmer. In Boots und schwarzer Lederjacke steht der 46-Jährige auf der Bühne vor rund 80 Oberstufenschülern, um ihnen als Botschafter der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) deren jüngsten „The Living Planet Report“ zum Thema Umweltschutz „so aufzubereiten, dass man es verstehen kann“, verspricht Dirk Steffens.

Vor vier Wochen habe er den Vortrag im Deutschen Bundestag vor Umweltpolitikern gehalten. „Ihr kriegt hier keine Schüler-Version“, betont er. Was die Geografieschüler in den folgenden 60 Minuten erleben, ist eine kurzweilige, bilderreiche und für jedermann verständliche Übersicht über Gründe und Auswirkungen des Klimawandels, garniert mit Einblicken in die Karriere und das Berufsleben von Dirk Steffens.

Zum Naturliebhaber und -schützer wurde der studierte Politologe und ausgebildete Journalist, der sich zu Beginn seiner Laufbahn „als Politikredakteur beim Deutschlandfunk langweilte“, wie er locker-launig erzählt, durch seinen Wechsel hinter und vor die Kamera. Steffens erzählt von seinem „Erweckungsmoment“: „Ich stand bei meinem ersten Auslandsdreh am Strand von Rio de Janeiro und wusste: Ich werde nie wieder etwas anderes machen.“

100 Länder hat er seitdem für seine Dokumentationen bereist. Und gesehen, wie der Mensch dabei ist, den Planeten Erde zugrunde zu richten. „Wenn man keine Tomaten auf den Augen hat, dann kann man gar nicht anders, als sich für den Umweltschutz zu engagieren“, sagt der Journalist zu seiner Motivation.

Der Mensch verbrauche aktuell so viele Ressourcen, als hätte er eineinhalb Planeten Erde zur Verfügung. 100 Tier- und Pflanzenarten stürben pro Tag aus, weil der Mensch ihre Lebensräume zerstöre. „Es gibt noch 750 Berggorillas in freier Wildbahn.“

Die Erderwärmung vollziehe sich „rasend schnell – und die Ursache sind wir“. Die drei größten Verursacher des Klimawandels seien Industrie und Verkehr mit ihrem Kohlenstoffausstoß sowie der weltweit steigende Fleischkonsum, der die Rinderzucht anheize, was wiederum Flächenverbrauch und den Ausstoß des Treibhausgases Methan bei Rindern in die Höhe treibe. „In diesen Bereichen kann jeder für sich anfangen, etwas zu tun“, betont Dirk Steffens.

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