Zahl der Tafel-Kunden nimmt zu
Bild: Ostermann
Nach der Ankunft an den Verteilstellen – hier in Isselhorst – stapeln die Gütersloher Tafel-Mitarbeiter Eckhardt Templin (l.) und Otto Holdijk die Kisten mit Lebensmitteln erst auf Rollwagen. Anschließend transportieren sie die Spenden zu den Räumen, in denen die Ausgabe erfolgt.
Bild: Ostermann

52 Verteilstellen im Kreisgebiet versorgt die Gütersloher Tafel. Im Monat werden bis zu 130 Tonnen Lebensmittel umgesetzt. Spender sind etwa Lebensmittelketten, Milchverarbeiter und Bäckereien. Die Zahl der Kunden liegt bei rund 3800, davon 40 bis 45 Prozent Kinder. „Es werden immer mehr“, sagt Rainer Krüger, der an den Verteiltagen Montag, Mittwoch und Freitag das Lager der Tafel in der Kreisstadt verantwortet. 

Tendenziell werden mehr Senioren und sogenannte Aufstocker, die von ihrer Arbeit allein nicht leben können, bei den Tafeln vorstellig. Das hat zumindest Barbara Beckmann beobachtet. „Familien mit Kindern stellen aber nach wie vor das Gros unserer Kunden dar“, sagt die Vorsitzende des Landesverbands der Tafeln in NRW und Leiterin der Herforder Tafel.

Nach Beckmanns Einschätzung fehlt es vor allem in Großstädten an ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeitern. Im ländlichen Bereich, wo man sich gegenseitig kenne und die Tafeln große Anerkennung erführen, seien meist ausreichend Mitarbeiter vorhanden. 

Einer von ihnen ist Otto Holdijk. Der 67-jährige Rentner engagiert sich seit fünf Jahren einmal in der Woche ehrenamtlich als Auslieferungsfahrer für die Gütersloher Tafel. Für diese gute Sache steht der frühere Elektromeister der Stadtwerke immer noch gerne unter Strom.

Was Otto Holdijk auf seiner Auslieferungsfahrt erlebt, lesen Sie in der heutigen Donnerstagsausgabe der „Glocke“.

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