Zwei Träger für die Kindertagesstätten
Bild: Dinkels
Eimerheide 81 lautet die Adresse für den Standort in Avenwedde. Der Baumbestand soll weitestgehend geschont werden.
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Denn aus Kostengründen will die Stadt die beiden Einrichtungen weder selbst bauen, noch betreiben.

Für die Kindertagesstätte in Avenwedde, die auf dem Hofgrundstück Eimerheide 81 errichtet werden soll, soll nach Informationen der „Glocke“ die Kinderzentren Kunterbunt gGmbH (Nürnberg) den Zuschlag erhalten. Das ist ein bundesweit tätiger Träger, der eigentlich auf die betriebliche Kinderbetreuung spezialisiert ist, aber auch kommunale Einrichtungen übernimmt. Die Nürnberger, die auch am Standort Pavenstädt interessiert waren, würden einen Investor mitbringen, der die Tagesstätte baut – das jedoch nur für den Fall, dass Kinderzentren Kunterbunt auch Träger wird.

Anders als von der Verwaltung empfohlen, soll für die Einrichtung am Pavenstädter Weg die von-Laer-Stiftung Bielefeld den Zuschlag erhalten. Investor wäre in diesem Fall wohl die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (BGW). Die Verwaltung hatte für die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) plädiert und sich davon leiten lassen, welche Lösung für die Stadt Gütersloh auch mit Blick auf die Betriebskosten am wirtschaftlichsten ist.

Die Entscheidung über die Träger obliegt dem Jugendhilfeausschuss, die für die Investoren dem Grundstücksausschuss. Der tagt am Dienstag, 5. Juni, ebenfalls hinter verschlossenen Türen (17 Uhr, Ratssaal). Vor dieser Sitzung werde sich die Verwaltung nicht zur Vergabe äußern, sagte Joachim Martensmeier, Dezernent für Bildung, Jugend, Familie und Soziales, der „Glocke“.

Beide Einrichtungen sollen über jeweils fünf Gruppen verfügen und zum Kindergartenjahr 2013/14 betriebsbereit sein. Mit der Vergabe der Neubauten an Investoren spart die Stadt Gütersloh 5,48 Millionen Euro, die für den Fall veranschlagt waren, dass die Kommune selbst bauen würde.

Im öffentlichen Teil der Sitzung des Jugendhilfeausschusses war zuvor ein Bürgerantrag abgewiesen worden, der das Ziel verfolgte, beide Gebäude aus energetischen Gründen als Passivhäuser zu errichten. Der Ausschuss war mit der Verwaltung der Auffassung, dass eine erneute Ausschreibung zu einer nicht vertretbaren Verzögerung führen würde und die spezielle Bauweise zu Einschränkungen bei der Funktionalität als Kindertagesstätte führen könne.

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