Bild: Darhoven
Während einer Übung zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr Marienfeld wurde die Leistungsfähigkeit der Löschzüge Marienfeld und Harsewinkel sowie des DRK unter Beweis gestellt. Schulleiter Burkhard Kirchner wurde vom Rettungsdienst abtransportiert.
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Dichter Rauch drang aus den Fenstern im Obergeschoss der Grundschule. Offensichtlich brannte es dort. Die Lehrkräfte hatten in der Zwischenzeit alle 210 Kinder der Grundschule und die 20 Kinder des Heilpädagogischen Kindergartens über die Fluchtwege aus den Gebäuden geführt und zu den Sammelplätzen auf dem Schulhof gebracht.

Erst im Herbst 2010 hatten beide Einrichtungen im Rahmen einer Brandschutzübung das richtige Verhalten mit den Kindern geübt. Beim Durchzählen fiel allerdings auf, das der Schulleiter der Grundschule, Burkhard Kirchner, Putzfrau Anneliese Urban und Schüler Linus Austermann fehlten. Alle drei wurden zuletzt im Dachgeschoss gesehen. Anneliese Urban hatte dort geputzt. Dabei sind verschiedene Putzmittel vermischt worden. Es kam zu einer Verpuffung. Feuer brach aus.

Zum Glück war der Brand nur eine Übung zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr Marienfeld. Die Schule brannte natürlich nicht. Der Qualm wurde vom Löschzugführer Norbert Cordes mit einer Nebelmaschine erzeugt, die Feuerwehrleute und das zweiköpfige Rettungsteam waren informiert und hatten sich deshalb wenige Minuten vor Alarmauslösung am Gerätehaus versammelt. Die drei „Vermissten“ warteten aufgeregt im Flur des Dachgeschosses auf die Retter.

Außer dem Zusammenspiel und der Koordinierung der Einsatzkräfte wollten der Marienfelder Löschzugführer Norbert Cordes und sein Stellvertreter Günter Austermann, die die Übung ausgearbeitet hatten, den Kindern und Lehrern mit der Übung aber auch zeigen, warum es lebenswichtig ist, dass sich alle bei einem Notfall richtig und ruhig verhalten.

Während Schulleiter Burkhard Kirchner, geschützt durch eine Fluchthaube, von zwei Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Schulgebäude geführt wurde, kletterten Anneliese Urban und Linus Austermann durch das Dachgeschossfenster in den Rettungskorb der Drehleiter. Nach 30 Minuten erklärte Einsatzleiter Günter Austermann den Einsatz für „erfolgreich beendet“.

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