1000 Oldtimer-Freunde aus dem Häuschen

Möglich gemacht haben das riesige Landmaschinenmuseum unter freiem Himmel die Oldtimer-Freunde Greffen. Mehr als 350 alte Traktoren, Anhänger, Standmotoren, Autos, Motorräder und landwirtschaftliche Geräte waren zu sehen. Dabei wurden den Gästen echte Hingucker geboten. Während am Samstag das „Dieselgeflüster“ rund um das Lagerfeuer schon mit mehr als 400 Gästen sehr gut besucht war, wimmelte es beim Oldimer-Treffen am Sonntag nur so von Interessenten.

,,Mit Bugatti verheiratet“

Die weiteste Anreise der Clubs hatten Mitglieder einer Traktorvereinigung aus Unna in Kauf genommen. Dr. Peter Borstel war bei den Einzelausstellern der Autos und Motorräder nicht nur der am weitesten gereiste Gast, er hatte mit seinem blauen Bugatti Coupé Aérolithe aus dem Jahr 1935 auch eine weltweite Besonderheit dabei. Der atemberaubend schöne Zweisitzer gilt als einzig existierender Prototyp des Bugatti Atlantic. Unter der riesigen Haube der vierrädrigen Rarität leistet ein 3,3 Liter großer Achtzylinder-Reihenmotor mit 135 PS ganze Arbeit, um den wertvollen Oldtimer auf Höchstgeschwindigkeit zu bringen. Dr. Peter Borstel („Ich bin seit 1965 mit Bugatti verheiratet“) hat den Wagen 2004 in unrestauriertem Zustand in Holland gekauft und dann zum Schätzchen aufpoliert.

Raritäten wie an einer Perlenschnur

Genauer hingeschaut haben die vielen Besucher aber auch bei Alfons Hagemeyer und seinem Schlüter Super 1500, Baujahr 1976. Der Traktor hat nämlich eine hydraulisch kippbare Schwenkkabine. „Das hat man damals so gemacht, weil der Trecker so besser zu reparieren war, wenn etwas am Getriebe oder Motor kaputt war“, erklärte Hagemeyer. 125 Stück gibt es europaweit noch von diesem Traktor. Das Prädikat „Rarität“ trugen auch alle Fendts, Lanz-Bulldogs , Hanomags, Allgeier, Eicher, Enfield und Rheinstahl, die wie an der Perlenschnur aufgereiht zu bestaunen waren. Fragen beantworteten gern die Besitzer der Ausstellungsfahrzeuge und die Mitglieder der Oldtimer-Freunde Greffen. Bei den motorisierten Zweiradschönheiten waren außer einigen Henkel und NSU auch eine Miele sowie die Marken DKW, Vespa, BMW und BSA zu entdecken. Auch die Standmotoren, der älteste aus dem Jahr 1891, riefen reges Interesse hervor.

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