1500 Besucher beim Kartoffel-Aktionstag
Bild: Darhoven
Barbara Ketteler und Annemarie Dopheide bereiten die Backkartoffeln vor.
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Emsig probierten sich die Mädchen und Jungen an den verschiedenen Gerätschaften, die die Mitglieder des Heimatmuseums im Rahmen des 14. Aktionstags für die Ernte bereitgestellt hatten.  Scharenweise waren Radler, Wanderer und Ausflügler der Einladung des Heimatmuseums gefolgt. Bei dem abwechslungsreichen Programm gab es unter anderem lehrreiche Aktionen rund um die Kartoffelernte. Backkartoffeln und Reibeplätzchen wurden vor Ort frisch zubereitet. Und den Gästen schmeckten die Veranstaltung und die kulinarischen Angebote. Auch die Köstlichkeiten aus dem Backhaus kamen bestens an. Museumsbäcker Berthold Dopheide, Konditor Dennis Ketteler und die Gehilfen Wolfgang Steiling und Barbara Ketteler verkauften frisch gebackenes Brot, Fladenbrot mit Feta sowie Pflaumen- und Streuselkuchen. Auch für Flüssignahrung war gesorgt: An der Schnaps-Brennanlage zeigten die Mitglieder des Historischen Museums Steinhagen den Destilliervorgang. Da gab es einiges zu bestaunen.

15 PS starker Eicher

Viele Zuschauer interessierten sich am Ackerrand für die historische Kartoffelernte. Reinhard Hecker fuhr mit einem 15 PS starken, 1965 erbauten Eicher-Traktor über das Feld. „Ich habe den Trecker vor 18 Jahren zum 30. Geburtstag geschenkt bekommen. Nachdem ich ein Jahr an der Restaurierung gebastelt habe, kommt er nun bei verschiedenen Aktionen zum Einsatz“, so Hecker. Auf mehr als 75 Quadratmetern hatten die Mitglieder des Heimatmuseums bereits im Mai die Kartoffelsorten Venezia und Celena in die Erde gebracht. Jetzt wurden sie geerntet. In dichten Reihen bugsierte der Schleuderroder die Kartoffeln ans Tageslicht. Mit weiteren Gerätschaften aus dem Marienfelder Museum wurden die Erdlinge gereinigt und nach Größen sortiert. Auf großes Interesse stieß auch die Arbeit der beiden Schmiede Klaus Rhades und Markus Randerath, als sie mit Feuer, Stahl und Eisen hantierten. Lebendiges Treiben herrschte in den Ausstellungsräume des Museums. Fachkundige Führer standen wissbegierigen Besuchern den ganzen Tag über zur Verfügung. Überaus erfreut über das rege Interesse am Aktionssonntag war auch der Vorsitzende des Heimatvereins, Otto Sewerin. „Dank des Cafés am Hühnerstall und der guten Radweganbindung kommen deutlich mehr Besucher zum Museum“, sagte er.

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