27-Jähriger streitet Missbrauch ab

Die Vorfälle, die dem jungen Mann aus der Mähdrescherstadt zur Last gelegt werden, liegen bereits eine ganze Zeit zurück.

Doch der Angeklagte streitet die Vorwürfe weiterhin ab. Die Vorfälle, die dem jungen Mann aus der Mähdrescherstadt zur Last gelegt werden, liegen bereits eine ganze Zeit zurück. Der Anklage zufolge soll der Harsewinkeler zum ersten Mal 2008 seine damals drei Jahre alte Tochter sexuell missbraucht haben. Nachdem sich der junge Mann von der Mutter des Kinds getrennt hatte, teilte man sich die Betreuung des Mädchens. Oft übernachtete die Tochter dabei gemeinsam mit ihrem Vater bei den Eltern des 27-Jährigen. Bei der Gelegenheit soll er sich in mindestens zwei Fällen vor dem Schlafengehen an das Kind „herangekuschelt“, es missbraucht und ihm erhebliche Schmerzen zugefügt haben. Der Angeklagte wies die Vorwürfe am Mittwoch weit von sich. Wenn er seine Tochter ins Bett gebracht habe, habe er sie in der Regel noch eine Hörspielkassette hören lassen, die Zimmertür einen Spalt weit geöffnet gelassen und zumeist in einem anderen Raum ferngesehen. Die Frage, ob er sich manchmal dazugelegt, das Mädchen entkleidet und sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen habe, verneinte der junge Mann. „Papa hat gesagt, ich soll nicht darüber sprechen“ – auch diese angebliche Aussage des Kinds könne er sich nicht erklären. „Das Kind war in Therapie und hat die Sache gut verarbeitet. Die ganze Sache liegt länger zurück und Sie sind nicht vorbestraft. Wenn es etwas zu gestehen gäbe, würde sich das in besonderem Maß strafmildernd auswirken“, räumte der Vorsitzende Richter dem Angeklagten am Mittwoch die Aussicht auf eine Bewährungsstrafe ein. „Ich würde soetwas nicht machen“, blieb der Vater allerdings bei seiner Aussage. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde daraufhin die Tochter, die heute sieben Jahre alt ist, gehört.

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