Abiturient für Top-Fotos stets auf Achse
Max Hartmann (links) und sein Mentor, Gymnasiallehrer Sebastian Scharf, freuen sich über die Foto-Ausstellung im Verwaltungstrakt des Gymnasiums Harsewinkel.

Fotografie habe ihn schon immer interessiert, doch früher zumeist auf Urlaubsreisen. Wesentliche Impulse zu einer Professionalisierung seines Hobbys erhielt Max Hartmann dann aber vor allem im Kursus Fotografie, den Sebastian Scharf im Schuljahr 2011/12 leitete. Dort wurden zum einen technische Grundlagen vermittelt, zum anderen Motivserien zum Erproben unterschiedlicher Perspektiven und Bildkompositionen unter wechselnden Lichtverhältnissen angefertigt.

Doch ist sich der Lehrer sicher, dass drei Wochenstunden nicht ausreichen, um reihenweise Profifotografien auszubilden. Dazu benötige es außer Talent vor allem Muße, Ausdauer und die Bereitschaft, sich auch in der Freizeit intensiv mit der Fotografie zu beschäftigen. Max Hartmann sei insofern ein Glücksfall, da er all diese Eigenschaften mitbringe und dabei zugleich bescheiden und bodenständig geblieben sei, spart Scharf nicht mit Lob. Er sei freudig überrascht gewesen, als er die Homepage des jungen Fotografen besucht und die umfangreiche Bildergalerie Hartmanns in Augenschein genommen habe. Eine Auswahl der Werke müsste der Öffentlichkeit unbedingt gezeigt werden, bevor der Abiturient die Schule verlasse.

Auf Motvisuche in Barcelona

So wurde die Idee für die Ausstellung geboren. Die Arbeit mit der Kamera hat bei Max Hartmann eine Eigendynamik erhalten und ist für ihn zu einer Passion geworden. Der experimentelle Zugang des 17-Jährigen zeigt sich vor allem in der Breite seines Werks von der Konzert- und Naturfotografie über die Porträt- und Architekturfotografie bis hin zur Darstellung von Straßenszenen. Um spannende und interessante Motiv zu finden, bereist Max Hartmann immer wieder große Städte, wie Berlin, Wien, Barcelona oder Hamburg.

 Aber auch in Harsewinkel finden sich regelmäßig ungewöhnliche Bildmotive. So hat sich der Oberstufenschüler eines frühen Morgens mit seiner Kamera auf einem Getreidefeld postiert, um das Lichtspiel auf den Ären zu fotografieren. Plötzlich sei dann ein Reh aufgetaucht. Direkt in dem Augenblick, als es in die Kamera starrte, habe er abgedrückt. Auch dieses Bild hängt in der Ausstellung und zeigt, dass außer Erfahrung und akribischer Planung immer auch der Zufall eine große Rolle bei der Suche nach dem passenden Motiv spielt.

Mit der Kamera zum Giro

Auch seine Mitschüler wissen sein fotografisches Talent zu schätzen. Gerade hat Max Hartmann zusammen mit seiner Mitschülerin Lea Heidjan alle Schülerporträts für die Abizeitung geschossen – bei dem doppelten Abiturjahrgang eine ganze Reihe. Natürlich wünscht sich der junge Fotograf, aus seiner Passion eine Profession zu machen und beispielsweise in der Werbefotografie Fuß zu fassen. Einen ersten großen Schritt in diese Richtung unternimmt der 17-Jährige dazu bereits Mitte Mai. Er hat Kontakt zu einem amerikanischen Fotografen aufgenommen, den er direkt nach seiner mündlichen Abiprüfung für drei Wochen auf eine Auslandsreise zum Radrennen Giro D’Italia begleitet. Spannende Aussichten sind das.

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