Arvato will in Harsewinkel weiter wachsen
Bild: Aundrup
Schlendert durch das Arvato-Lager an der Gottlieb-Daimler-Straße und erzählt  von den Aktivitäten des Unternehmens: Boris Scholz, der bei Arvato als Geschäftsführer des Bereichs Cim (Corporate Information Management) tätig und damit auch federführend für den Standort Harsewinkel verantwortlich ist.
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Er ist im Unternehmen als Geschäftsführer des Bereichs Cim (Corporate Information Management) tätig und damit auch federführend für den Standort Harsewinkel verantwortlich. Während Boris Scholz durch das Lager schlendert, erzählt er von den Aktivitäten des Unternehmens: „Wir sind breit aufgestellt und bedienen die Kernbranchen der deutschen Volkswirtschaft. Arvato in Harsewinkel deckt die Bereiche Logistik, Mediendistribution und die technische Dokumentation ab – und zwar für Banken, Versicherungen, den Automobil- und Gesundheitsbereich sowie für Handyanbieter.“ Klingt abstrakt, ist aber ganz einfach: Die Volkswagen-Gruppe, einer der größten Arvato-Kunden, bringt einen neuen Golf auf den Markt. Die Prospekte, Servicemedien wie Handbücher und die Bedienungsanleitung müssen in 35 Sprachen zeitlich mit den Werbekampagnen und den Markteinführungsterminen in 130 Ländern synchronisiert verfügbar sein. „All das wird vom Zentrum Harsewinkel aus gesteuert“, erklärt der Geschäftsführer. Arvato übernimmt die Logistik, Beschaffung und auch die technische Dokumentation. In dem Lager finden sich unter anderem auch die Bordbücher von Autos aus den 70er-Jahren.

Kein Arbeitsplatz fällt weg

 Doch nicht nur der Bereich Automobile wird in Harsewinkel abgewickelt. Auch Produkte wie Medikamente, Healthcare-Artikel wie Kontaktlinsen oder Handys werden über den Standort ausgeliefert. „Das sind Branchen und Dienstleistungen, die spezifisch in Harsewinkel erbracht werden“, so Scholz. Und der Standort wächst weiter: Zwei neue Hallenkomplexe entstehen gerade. Vier wären insgesamt möglich. „Hier ist weiteres Wachstum geplant, ansonsten würden jetzt nicht rund 20 Millionen Euro investiert“, unterstreicht Scholz. Während die Bertelsmann-Tochter in Harsewinkel weiter expandiert, wird der Standort in Versmold, die einstige Arvato-Keimzelle, komplett geschlossen. Im Herbst werden dann rund 500 Mitarbeiter am Hauptstandort beschäftigt sein. „Hier haben wir eine gute Flächenoption und wir sind nah an Gütersloh. Ein flexibler Austausch der Mitarbeiter ist somit möglich – für die Wettbewerbsfähigkeit ist das sehr wichtig“, betont der 40-Jährige. Und er weist darauf hin, dass durch die Verlagerung von Versmold nach Harsewinkel kein einziger Arbeitsplatz wegfällt.

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