Atemberaubende Zeitreise ins Mittelalter
Bild: Darhoven

In der Dunkelheit entfaltete das Fantasietheater „Fangdorn Saga“ seine ganze Pracht.

Bild: Darhoven

Initiiert wurden die Geschichtstage „Wadenhart“ von Dominik Klima und Nobby Morkes in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum und dem Heimatverein Marienfeld. Die Mittelalter-Fans breiteten für ihre Gäste einen riesigen Teppich voller Besonderheiten aus. Das lebendige Marktgeschehen war eingehüllt in Geschichten, Schauspiel und Balladen, in denen sich der Aberglaube, aber auch die Ängste, Hoffnungen, Befürchtungen und der Mut der Menschen aus dem Mittelalter widerspiegelten.

Vor allem die Kinder konnten von dem wilden Treiben nicht genug bekommen. Außer den zahlreichen Ständen und Vorführungen von Gauklern und anderen Gesellen waren es vor allem der Drache „Fangdorn“ und die streitlustigen Ritter, die das Spektakel krönten. Ob legendäre Lanzenkämpfe, kühne Reiter in prächtigen Rüstungen, Fanfarenklänge und temperamentvolle Pferde: Die Darsteller von „Heimdalls Erben“ präsentierten auf der Turnierbahn eine sehenswerte Schau. „Richard von Kimbelstein“, „Erich von Falkenstein“, „Giso von Ebersberg“, „Sir Ignatz von Sterneck“ und „Johann von Waldeck“ kämpften in verschiedenen Disziplinen um die Krone des Schicksals, die ihnen die mutige „Disa McFinnlay“ gebracht hatte. Die Zuschauer waren restlos begeistert. Konzipiert wurden die Aufführungen von Holger und Claudia Hörstkamp aus Biebesheim, die seit 2006 mit einer Schar von Aktiven und Helfern in der Mittelalterszene zu finden sind.

In der Dunkelheit entfaltete das Fantasietheater „Fangdorn Saga“ seine ganze Pracht. Die zehn Stuntmänner, Schauspieler sowie Ton- und Lichttechniker sorgten für eine gelungene Umsetzung der Geschichte vom Feuer spuckenden „Fangdorn“. Bedrohlich blies er Rauch aus seinen Nüstern, brüllte markerschütternd und peitschte mit seinem Dornenschwanz – außer bei Kindern und Jungfrauen: Da konnte das Untier plötzlich auch lieblich mit seinen glühend-gelben Augen zwinkern.

 Reges Treiben herrschte auch im Hexenwald. Dort spukte nämlich der „Pater ohne Kopf“, eine Märchengestalt aus Marienfeld. Zudem zog Berthold, der Erzähler, Jung und Alt mit seinen Geschichten in seinen Bann. Insgesamt waren alle Gäste von der Besonderheit des Markts beeindruckt.

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