Auch Hallenbad muss saniert werden
Bild: Aundrup
Das Harsewinkeler Hallenbad ist in die Jahre gekommen und muss nach und nach saniert werden. Die Rede ist von Investitionen in Höhe von 2,8 Millionen Euro in den nächsten 15 Jahren.
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Diese Zahl nennt Christoph Dammann, Fachgruppenleiter Tiefbau/Städtische Betriebe, in der Vorlage des Betriebsausschusses, der sich am Mittwoch, 21. März, ab 17 Uhr im Rathaus mit der Hallenbadsanierung auseinandersetzen wird. Laut der Machbarkeitsstudie, die sich auf Maßnahmen im Hochbau und die technischen Anlagen bezieht, einer Schadstoffuntersuchung und einer statischen Begutachtung steht nun der Finanzbedarf fürs Hallenbad fest: Mittelfristig (also in den nächsten fünf Jahren) werden 503 000 Euro veranschlagt. Langfristig (in den nächsten 15 Jahren bis zum Jahr 2032 – dann ist das Hallenbad 51 Jahre in Betrieb) gehen die Experten von Kosten in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro aus. Macht unterm Strich 2,8 Millionen Euro. Die dicksten Batzen: die Sanierung der Sanitärbereiche und Duschen, der Austausch der Fenster sowie die Erneuerung der Decken und Beleuchtung. „Wir haben bisher keine Prioritätenliste – wir arbeiten alles nach dem tatsächlichen Bedarf ab“, macht Dammann deutlich.

Kein unmittelbarer Handlungsbedarf

„Entscheidend war aus Sicht der Verwaltung zunächst, ob das Schadstoffgutachten und die statische Begutachtung Mängel feststellen, die einen unmittelbaren Handlungsbedarf aufzeigen. Das ist nicht der Fall. Kurzfristig müssen wir nicht tätig werden. Nur Kleinigkeiten müssen angepackt werden – wie der Austausch von Türen oder Betonarbeiten, also Dinge, für die wir sowieso eine gewisse Summe im Haushalt stehen haben“, sagt Dammann. „Die Sanierung der Sanitärbereiche für rund 250 000 Euro ist aus unserer Sicht die am dringendsten erforderliche Maßnahme. Deshalb ist sie bereits für 2020 vorgesehen“, so der Fachgruppenleiter.

Ein Bad soll immer geöffnet sein

„Frühzeitigere, größere Maßnahmen sind parallel zur Sanierung des Freibads zu vermeiden“, so Dammann. Schließlich soll ein Bad immer für die Besucher, Schulen und Vereine geöffnet sein. Das Thema Hallenbad-Sanierung hatte die UWG-Fraktion im vergangenen Jahr aufgegriffen. Die Wählergemeinschaft versprach sich mögliche Synergieeffekte hinsichtlich der Sanierung beider Bäder. Dazu stellt Christoph Dammann klar: „Da die Freibadsanierung gefördert wird, können Synergien wegen der strikten Vorgaben des Fördermittelgebers nicht erreicht werden.“ Wenn alles rund läuft, soll das Freibad nach der Saison 2018 saniert werden. Die Arbeiten sollen dann – so ist der Plan – bis zur Freibadsaison 2019 abgeschlossen sein. „In der nächsten Woche führen wir Gespräch, wie es zeitlich weitergeht“, kündigt Christoph Dammann an. Unter anderem steht noch eine baufachfachliche Prüfung durch die Oberfinanzdirektion Münster aus.

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