Bagger gräbt sich durch Bauhof-Mauerwerk
Bild: Walkusch
Kabel werden aus den Mauerresten gezogen. Auf dem Areal an der Lütgenbrede sind die Abrissarbeiten des ehemaligen Bauhofs in vollem Gange. In drei Wochen soll dort nur noch Wiese zu sehen sein.
Bild: Walkusch

In drei Wochen soll dort eine bebaubare Fläche entstehen. In mühevoller Kleinarbeit sortieren die Mitarbeiter des Abbruchunternehmens Landwehr den Bauschutt. Mit dem Bagger werden so beispielsweise Kabel aus den Mauerresten herausgezogen. Direkt daneben werden große Holzbalken gestapelt. „Das hat ja noch seinen Wert und kann wiederverwendet werden“, sagt Markus Raubart, der in der Stadtverwaltung für den Bereich Hochbau zuständig ist. Eine Woche, so schätzt er, dauert es, bis das Gebäude, das 1965 erbaut wurde, dem Erdboden gleichgemacht ist.

Auch wenn die 32 Mitarbeiter des Bauhofs das Haus mit 1350 Quadratmetern Fläche in Richtung des neuen Standorts an der Fritz-Wallmeier-Straße bereits vor einiger Zeit verlassen haben, sind am Montag erst die Bagger angerollt. Zuvor wurde das Gebäude entkernt, Fenster wurden herausgerissen und das Dach abgedeckt.

Ist das Mauerwerk erst einmal weggeschafft, geht es in den Untergrund. Beispielsweise hatte der Bauhof eine eigene Tankstelle. Unter der Zapfsäule befindet sich der Tank, der zwar schon leergepumpt wurde, aber noch aus dem Boden geholt werden muss. „Bei so alten Gebäuden weiß man auch nicht genau, was sich in der Erde verbirgt“, sagt Raubart. Er ist dennoch guter Dinge, dass die Arbeiten in drei Wochen abgeschlossen werden können. Dann soll auf dem zentralen Areal nur noch Wiese vorzufinden sein.

Wirkliche Dringlichkeit besteht allerdings nicht. Denn noch ist offiziell kein Investor für das Gelände an der Lütgenbrede gefunden. Eigentlich war die Frist für Bewerber Ende April abgelaufen. Doch die Stadt wollte noch einigen potenziellen Interessenten die Möglichkeit einräumen, ihre Ideen für das Gelände vorzustellen.

Das Grundstück ist 7730 Quadratmeter groß. Für mindestens 280 Euro pro Quadratmeter will die Stadt es veräußern. Dort sollen schließlich Wohnungen gebaut werden. Der Preis umfasst nicht nur die äußere Erschließung, sondern auch die Kanal- und Wasseranschlussbeiträge.

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