Bauhof arbeitet für Vereine gratis
Archivbild: Dresmann
Allein während der närrischen Tage – wie für den Karnevalsumzug – fallen für Bauhof-Leistungen Kosten in Höhe von rund 24 500 Euro pro Jahr an, unter anderem für Beschilderungen, Absperrungen und Co.
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Das scheint jetzt aber vom Tisch zu sein. Der Stadtrat beschäftigt sich damit in der Sitzung am Donnerstag, 12. Dezember. Der Fachgruppenleiter Tiefbau/Städtische Betriebe, Christoph Dammann, schlägt den Harsewinkeler Lokalpolitikern vor, alles so zu belassen, wie es derzeit ist.

Praxis noch zeitgemäß?

Bereits im Sommer 2018 hatte die Verwaltung aufgrund der steigenden Zahl an Veranstaltungen, bei denen der Bauhof Leistungen erbringt, intern darüber beraten, ob die bisherige Praxis noch zeitgemäß ist und ob die Bauhof-Leistungen den Vereinen oder zumindest den gewerblichen Veranstaltern in Rechnung gestellt werden sollten. Die Kosten sind nicht ohne: Vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 fielen rund 46 500 Euro an – die Kosten der Gruppe Pro Arbeit noch nicht eingerechnet.

Allein 24 500 Euro entfallen auf den Karneval

Allein 24 500 Euro entfielen auf den Karneval. Da allerdings der überwiegende Teil der Bauhof-Kosten im Zuge von Veranstaltungen entsteht, an denen die Stadt mittel- oder unmittelbar beteiligt ist, stellt sich die Frage nach der Kostenerstattung durch die Vereine bei den Stadtfesten (insgesamt 40 600 Euro) nicht. Bleiben noch rund 3500 Euro für Sportwettkämpfe, 1200 Euro für die Feste und Veranstaltungen der Kirchengemeinden sowie weitere 1200 Euro für werbliche Termine wie Scheunenbälle und Co.

Vergleichsweise geringe Summen

 „In Anbetracht der vergleichsweise geringen Summen ist es aus Sicht der Verwaltung weiterhin vertretbar, dass die Kosten für die Leistungen des Bauhofs für diese Veranstaltungen von der Stadt Harsewinkel getragen werden“, so Christoph Dammann, der das Ganze als Vereins- beziehungsweise Wirtschaftsförderung verbucht.

Es gibt auch Einschränkungen

Eine Einschränkung gibt es allerdings. Auch darauf weist Christoph Dammann hin: „Die Verwaltung wird darauf achten, dass diese Regelung nicht dazu führt, dass die Vereine, insbesondere aber gewerbliche und damit gewinnorientierte Veranstalter, den Bauhof als kostenlosen Dienstleister überstrapazieren.“ Und: Der Bauhof wird den Veranstaltern auch in Zukunft Leistungen in Rechnung stellen, wenn die Mitarbeiter entgegen vorheriger Absprachen mit dem Veranstalter dennoch tätig werden müssen – etwa bei der Beschilderung, bei Absperrungen und beim Entleeren von Mülleimern.

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