Bistro 47 öffnet ohne Genehmigung
Bild: Aundrup
Im vergangenen Sommer prangte noch ein Schild „Zu vermieten“ im Schaufenster der früheren Pizzeria am Kirchplatz in Harsewinkel. Seit dem Frühjahr ist dort aber wieder etwas in Bewegung. Vor einigen Wochen hat dort das Bistro 47 eröffnet. Allerdings ohne eine Genehmigung. Inzwischen wurde das Bistro angemeldet. Eine Konzession wurde beantragt. Das Ganze wird jetzt geprüft.
Bild: Aundrup

Der Ordnungsamtsleiter Michael Bergholz konnte Mitte Mai noch nichts dazu sagen, weil es noch keinen Ortstermin gegeben hat. Der hat mittlerweile aber im Bistro 47 stattgefunden. Und Bergholz hat einiges zu berichten.

Vier Spielautomaten und drei Spieltische

In der Zwischenzeit hat sich die „Glocke“ selbst ein Bild von dem Bistro gemacht, dort, wo früher eine Pizzeria zu finden war. Vor der Tür prangt ein Schild mit der Aufschrift „Zutritt erst ab 18“. In dem Raum befinden sich eine kleine Theke und drei Spieltische, an denen höchstwahrscheinlich kein Mau-Mau und auch kein Doppelkopf gespielt wird. Vier Spielautomaten stehen im hinteren Bereich. Und ein Pokertisch ist seitlich platziert. Ein Bekannter des Betreibers spricht gegenüber dieser Zeitung davon, dass das Bistro nachts bis 1, 2 Uhr geöffnet habe. Der Betreiber selbst äußert sich nicht gegenüber der „Glocke“.

„Pokertisch weg“

„Beim Ortstermin am vergangenen Mittwoch mit Vertretern des städtischen Ordnungsamts und der Bauordnungsbehörde des Kreises Gütersloh war der Pokertisch weg“, sagte Michael Bergholz, der auch stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste ist, am Montag auf Nachfrage der „Glocke“. Allerdings: Die vier Spielgeräte – zwei Geldspiel- und zwei Unterhaltungsautomaten – standen noch da.

Noch keine Konzession erteilt

Das Problem: Für das Bistro 47 wurde noch gar keine Konzession erteilt. Und auch bauordnungsrechtlich ist noch einiges unklar. Trotzdem wurden die Automaten schon rege genutzt. „Wir haben die Geräte am Mittwoch versiegelt und am Donnerstag ausgelesen. Dabei kam heraus, dass die vier Automaten schon einige Zeit betrieben worden sind“, so Michael Bergholz. Also wurde dem Bistro-Betreiber, der die Geräte unzulässigerweise aufgestellt hat, eine Frist gesetzt: Bis Freitag, 10 Uhr, sollten die Automaten wieder verschwinden. Dieser Aufforderung kam der Mann laut Bergholz nicht nach. Die Stadtwächter schauten bei ihrem Kontrollgang am Freitag auch im neuen, nicht genehmigten Bistro vorbei: Die Spielgeräte standen noch da, waren aber vom Strom getrennt.

Spielgeräte am Samstag abgebaut

Am Samstag wurden sie dann abgebaut. „Ansonsten hätten wir heute tätig werden müssen“, so Bergholz am Montag. Der Ordnungsamtsleiter hat nicht erst von Heinz Bünnigmann den Hinweis auf den nächtlichen Betrieb in dem Etablissement bekommen. Schon Mitte April habe es den ersten Anruf im Rathaus gegeben. „Wir wollten dort zwischenzeitlich kontrollieren, aber es war geschlossen. Und durch die mit Milchglasfolie abgeklebten Scheiben konnte man auch nichts sehen“, machte Michael Bergholz deutlich.

Wie geht es jetzt weiter mit dem Bistro 47? Das und weitere Hintergründe zu den Teestuben in Harsewinkel lesen Sie in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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