Breitbandausbau startet 2019
In der Innenstadt hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Im kommenden Jahr ist der Außenbereich an der Reihe.

Wie Breitband-Kreiskoordinator Jan-Christoph Dübner in einem Schreiben informiert, soll Ende Mai mit den Arbeiten begonnen werden. Konkret geht es bei dieser Maßnahme um Haushalte im Außenbereich. Also um Nutzer, bei denen derzeit kaum Daten durch die Leitung gehen. Im September 2019 könnten diese Anschlüsse scharfgeschaltet werden. Dann aber werden immer noch unterversorgte Haushalte bleiben. Deshalb hat der Kreis parallel damit begonnen, ein weiteres Förderverfahren in die Wege zu leiten. Die Grenze: 30 Megabit pro Sekunde. Wer darunter liegt, dessen Anschluss an das schnelle Netz kann gefördert werden.

Der Bund und das Land stellen Gelder bereit. Gleichzeitig sind sie aber auch ein Teil des Problems, das die Politiker ausgemacht haben. „Im Außenbereich ist die Versorgung katastrophal“, sagt Ralf Dräger von der SPD im Haupt- und Finanzausschuss. Er bemängelt, dass die Förderverfahren so lang dauern. Bereits im November 2017 hatte die Telekom den Zuschlag für den Ausbau im Außenbereich in acht Kommunen im Kreis erhalten. Passiert ist aber noch nichts. Weil halt viele Stellen beteiligt sind und zahlreiche Detailfragen erörtert werden müssen.

„Wir werden im ländlichen Raum benachteiligt“, sagte Wirtschaftsförderer Markus Wiegert. Denn in den Außenbereichen lohnt sich für die Telekommunikationsfirmen ein Ausbau nicht. Deshalb ist die Kommune auf Fördergelder angewiesen. Und deren Beantragung ist eine Wissenschaft für sich. Auch deshalb ist der Kreis mit im Boot. Er übernimmt diese Aufgabe für mehrere Kommunen. „Es ist skandalös, was in Deutschland an dieser Stelle passiert“, sagte Reinhard Hemkemeyer (SPD). „Wir müssen den Druck nach oben weitergeben.“

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