Coronavirus: Umzug im April abgesagt
Archivbild: Dresmann
Absage, die zweite: Der Karnevalsumzug am Rosensonntag wurde wegen des Sturms abgeblasen. Der Nachholtermin am 25. April wurde am Freitagmittag wegen des Coronavirus’ abgesagt.  
Archivbild: Dresmann

Absage, die zweite. Zuerst musste der Umzug am Rosensonntag wegen des Sturmtiefs ausfallen. Dann wurde ein Nachholtermin verkündet: Samstag, 25. April. Aber auch der kann nicht gehalten werden – wegen des Coronavirus’.

Am Donnerstagabend deutete der Präsident der Roten Funken, Stefan Meyer-Wilmes, diese mögliche Entwicklung bereits gegenüber dieser Zeitung an. Am Freitag dann die Gewissheit. Schatzmeister Siggi Stahlberg verschickte mittags eine E-Mail.

Darin heißt es: „Nachdem die Freude über den Nachholtermin auf allen Seiten zunächst sehr groß war, müssen wir heute leider auch diese Pläne verwerfen und den Nachholumzug samt Open-Air-Veranstaltung absagen. Die dynamischen Entwicklungen in der Corona-Krise lassen uns und den Behörden keine Wahl.“

Aus dem Rathaus bekamen die Roten Funken als Veranstalter am Freitag diese deutliche Stellungnahme: „Bei der Entscheidung über Ihren Genehmigungsantrag ist die aktuelle Erlasslage zum Corona-Virus zu berücksichtigen – mit der Folge, dass die Veranstaltung nicht genehmigungsfähig ist.“

Weiter heißt es von Seiten der Stadtverwaltung: „Die Stadt Harsewinkel ist nach dem Erlass angewiesen, insbesondere bei Großveranstaltungen dafür Sorge zu tragen, dass notwendige Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von SARS-CoV-2 getroffen werden.“ Dabei sei bei Großveranstaltungen mit mehr als 1000 erwarteten Besuchern/Teilnehmern aufgrund der aktuellen Erkenntnislage davon auszugehen, dass in der Regel keine Schutzmaßnahmen durch die Veranstalter getroffen werden können. Demnach komme nur die Absage der Veranstaltung in Betracht.

Im Hinblick auf den Karnevalsumzug hat sich die Stadt auch mit der Gesundheitsbehörde des Kreises kurzgeschlossen. Mit dem Ergebnis: Es mache keinen Sinn, an der Nachholung des Karnevalsumzugs am 25. April festzuhalten und die Planungen weiter voranzutreiben.

 „Wir als Veranstalter haben volles Verständnis für diese Entscheidung, bedauern gleichzeitig jedoch sehr, dass es zur erneuten Absage des Umzugs kommen muss – insbesondere im Hinblick auf die vielen Wagenbauer und Kostümgruppen, die viel Zeit und Mühen in die Vorbereitungen gesteckt haben“, so Siggi Stahlberg. Eine erneute Verschiebung der Veranstaltung sei aufgrund der ungewissen Lage nicht vorgesehen.

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