Demonstrationen verlaufen friedlich
Bild: Darhoven
Viele Bürger prostestierten in Harsewinkel gegen die Versammlung der Rechten auf dem Rathausvorplatz.
Bild: Darhoven

Das haben die Beamten am Abend mitgeteilt. Wegen des angemeldeten Treffens der Rechten war der Rathausplatz in Harsewinkel am Samstagvormittag in eine Festung verwandelt worden. Fast 250 Polizeibeamte, darunter eine Einsatzhundertschaft aus Düsseldorf sowie Kräfte der Kreispolizeibehörde Gütersloh, sicherten die von den Nationalialisten im Kreis mit Unterstützung des „Harsewinkeler Echos“ durchgeführte Kundgebung.

Großes Polizeiaufgebot in Harsewinkel und Halle

Den 19 Teilnehmern stand an der Ecke Münsterstraße/Dr.-Zurbrüggen-Straße ein aus rund 130 Personen bestehendes Bündnis gegen Rechts gegenüber. Die SPD Harsewinkel hatte zu dieser Gegenkundgebung aufgerufen. Die Versammlung begann laut Polizei gegen 10.30 Uhr und endete gegen 11.30 Uhr.

Beim Eintreffen des Busses der rechten Gruppierung hatte das Auftreten von rund 30, überwiegend jugendlichen Personen aus der linken Szene Osnabrück, kurzzeitig zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei geführt. Linksextreme versuchten die Anfahrt des Busses zu verhindern, indem sie sich in Höhe Münsterstraße/Am Pfingstknapp auf die Fahrbahn stellten. Weil einer von ihnen gegen das Vermummungsverbot verstieß, wurde er von der Polizei zur Feststellung der Personalien kurzfristig in Gewahrsam genommen. Bei Abfahrt des Busses kam es spontan zu einer Sitzblockade durch die linken Jugendlichen, die allerdings von der Polizei sofort aufgelöst wurde. Dabei kam es zu Rangeleien.

Sprechchöre und Trillerpfeifen gegen rechte Redner

Während der Demo-Anmelder, der rechtsextreme Politiker und studierte Rechtswissenschaftler Sascha Krolzig, Vorstandsmitglied der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ in Bielefeld und Gütersloh, eine Rede zur aktuellen Asylpolitik verlas, versuchten die Gegendemonstranten einige Meter weiter, den Redner durch Sprechchöre und lautstarkes Gejohle zu stören. Um ein Zeichen gegen Hass und Intoleranz zu setzen, skandierten sie immer wieder Aussagen wie „Kein Platz für Rassisten“ und „Ihr seid das Pack, wir sind das Volk“.

Ähnlich war die Situation ein paar Stunden später in Halle. Denn 17 Menschen aus dem rechten Spektrum standen laut Polizei vor dem Rathaus 300 Gegendemonstranten an den Absperrungen gegenüber. Sie versuchten die Redner der rechten Kundgebung durch Sprechchöre, Trillerpfeifen, Musik und Trommeln mundtot zu machen. Den Beamten zufolge kam es zu „keinerlei Störungen oder Auseinandersetzungen“. Auch die Abreise der verschiedenen Teilnehmergruppen sei ohne Probleme verlaufen.

SOCIAL BOOKMARKS
Ihr gewähltes Video startet automatisch nach der Werbung.