Dreschen wie zu Großmutters Zeiten
Bild: Darhoven
Diese eifrigen Dreschflegler sind Mitglieder der Museumsverein Sandforth. Sie zeigten den Zuschauern, wie mühseelig die Kornverarbeitung in vergangenen Zeiten gewesen ist.
Bild: Darhoven

Dabei hat sich der der Museumsvorstand so viel Mühe bei den Vorbereitungen des Aktionstags, der sich mit der Kornverarbeitung beschäftigte, gegeben. „ Durch das schlechte Wetter sind viele Radfahrer ferngeblieben. Am späteren Nachmittag wurde es zwar noch richtig voll, doch bis dahin war es eben eher mau“, so der Vorsitzende des Museums, Otto Sewerin. Denen, die gekommen waren, wurde viel geboten.

Kräuterschnaps und Pflaumenkuchen

Außer den zahlreichen Ausstellungsstücken des Heimatmuseums interessierten sich die Besucher auch für die verschiedenen Vorführungen, wie Dreschen, Korn reinigen, die Kornröstung zur Herstellung von Muckefuck, Brotbacken sowie die flüssigen Ergebnisse einer Schwarz- Brennanlage, die vom Historischen Museum Steinhagen ausgestellt wurde. „In einem Futterdämpfer, der ab Mitte der 30er-Jahre eigentlich auf jedem Bauernhof zu finden war, wurde nicht nur gebadet, gewaschen und eingekocht, sondern eben auch Schnaps hergestellt. Wir erzeugen hier heute einen Kräuterschnaps“, klärte Dorothea Kern vom Historischen Museum Steinhagen auf. Einige Mitglieder des Museumsvereins Sandforth beteiligten sich mit brauchtümlichen Dreschvorführungen. Sie erhielten dafür genauso viel Beifall wie Gerd Aschhoff aus Rheda-Wiedenbrück, der mit seinen Westfälischen Kaltblütern „Aggi“ und „Elix“ mit einem alten Pflug aus dem Heimatmuseum ein Stück Acker umpflügte. Im warmen Bachhaus bereitete Berthold Dopheide sechs Backbleche mit leckerem Pflaumenkuchen zu.

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