Ein Baugebiet mitten in der Landschaft
Bild: Aundrup
Idyllisch: Mitten in der freien Landschaft soll das Baugebiet Olden Hof an der Oesterweger Straße in Harsewinkel entstehen.
Bild: Aundrup

Den Politikern gefiel ein Entwurf am besten. Und das ist auch der Favorit des Planers: Mitten in der freien Landschaft  soll das rund fünf Hektar große  Baugebiet entstehen. Auf dem Areal könnten 45 Einfamilienhäuser sowie 6 Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht bis neun Wohnungen entstehen. Im Zentrum des Gebiets ist eine Grünfläche geplant – und ein weiterer grüner Gürtel samt Lärmschutzwall und Regenrückhaltebecken entlang der Oesterweger Straße. Hinter dem Wall sind zunächst die Mehrfamilien- und dahinter die Einfamilienhäuser vorgesehen. Die Ausschussmitglieder gaben grünes Licht für diese Variante, die nun als Grundlage für die Ausarbeitung des Bebauungsplanentwurfs Nr. 81 Olden Hof dienen soll.

„Sehr guten Voraussetzungen“

Planer Jonas Runge sprach von „sehr guten Voraussetzungen“ und einem Gebiet, „wo man etwas gestalten kann“. Die Infrastruktur sei mit den Supermärkten, dem Sportplatz und den Schulen in der Nähe sehr gut. „Und in dem geplanten Baugebiet am Prozessionsweg ist auch noch ein Kindergarten vorgesehen“, so Jonas Runge. Der Planer sprach auch das Thema Lärmschutz an. Die Richtwerte liegen in diesem Bereich tagsüber bei 55 Dezibel und nachts bei 45 Dezibel. „Dann hätten wird einen Abstand von 60 Metern zwischen Straße und Bebauung einplanen müssen. Dabei wäre viel Fläche verloren gegangen. Mit dem Lärmschutzwall können wir mit den Häusern nun bis zu 30 Meter an die Straße heranrücken“, so Runge. Eingeplant sind auch größere, rund 700 Quadratmeter große Grundstücke. Dort könnten Passivhäuser entstehen, da keine Gefahr von Verschattung bestehe. In Richtung Norden und Süden hat Jonas Runge Fußwege in den Plan eingezeichnet: „Für den Fall, dass das Wohngebiet noch erweitert wird.“ Stadtplaner Reinhard Pawel: „Ich gehe davon aus, dass sich dort noch etwas entwickeln wird. Das soll keine isolierte Parzelle bleiben.“ In den Mehrfamilienhäusern soll Sozialer Wohnungsbau realisiert werden. Klaus Hanfgarn (Grüne) und Johannes Sieweke (UWG) wünschen sich eine weitere Grünzone. „Wir werden das prüfen“, versprach Reinhard Pawel.

Kein Kiebitz weit und breit

Der Planer Jonas Runge ging in der Sitzung auch auf anfängliche Probleme ein: „Im Vorfeld der Planungen mussten wir ein paar Hürden nehmen. Es gab Abstimmungsgespräche wegen des Artenschutzes. Der Verdacht stand im Raum, dass dort der Kiebitz, eine geschützte Vogelart, brüten soll.“ Dieser Verdacht sei aber nicht bestätigt worden, so Jonas Runge. Und somit stehe einer Bebauung an der Oesterweger Straße nichts mehr im Wege, betonte der Planer.

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