Erfinder sperren Handy in Mittelkonsole
Bild: Dresmann
Am Samstag treten Falk (links) und Paul Wannhof mit ihrer Erfindung beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ an.
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Am morgigen Samstag treten sie mit ihrer Idee beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ in Herford an. Knapp fünf Monate haben die beiden Brüder getüftelt, bis sie mit ihrer Handysicherung zufrieden waren. Jetzt stehen die Schüler des Harsewinkeler Gymnasiums stolz vor ihrem Werk.

Signalton tut in den Ohren weh

Die Idee: Steigt man ins Auto, muss man sein Handy in eine in der Mittelkonsole verbaute Halterung stecken. Geschieht dies beim Start des Motors nicht, ertönt ein unangenehmes Summen, das die Ohren nicht lange aushalten können. Damit man während der Fahrt erst gar nicht an sein Handy kommt, wird das Mittelkonsolenfach über die Zentralverriegelung verschlossen, sobald die Zündung eingeschaltet ist.

Gebastelt haben die 10 und 13 Jahre alten Brüder vor allem auf dem heimischen Küchentisch. Unterstützung haben sie dabei von ihrem Vater bekommen. Der ist leidenschaftlicher Modellbauer. Daher sind Drähte und Klemmen im Hause Wannhof stets vorrätig. Außer diesen Bauteilen haben sich die Schüler eine Handyhalterung mit Aufladefunktion, eine Kontaktplatte und den Summer zur Erzeugung des Warntons besorgt.

Auf Schrottplatz fündig geworden

Fehlte noch die Zentralverriegelung für das Fach, und die Brüder hatten alle Bauteile für ihre Idee beisammen. Eine ausrangierte Pkw-Mittelkonsole, in die sie ihre Erfindung einbauen konnten, haben sie sich von einem Schrottplatz in Gütersloh geholt.

Vor dem Regionalwettbewerb sind die beiden Brüder nach eigener Aussage zwar angespannt, aber nicht nervös. Schließlich sind sie schon zum zweiten Mal dabei. Im vergangenen Jahr hatten sie aber etwas ganz anderes im Gepäck. Da haben sie mit Schnecken zum Zweck der Fleischproduktion experimentiert („Die Glocke“ berichtete).

Straßen sollen sicherer werden

Damit ihre Präsentation vor der Jury gelingt, haben sie bereits Styroporplatten angemalt, die Tür und Windschutzscheibe eines Autos darstellen. „Dann kann sich die Jury unsere Erfindung besser in einem Auto vorstellen“, sagt Paul. Mit seinem Bruder Falk nimmt er auch eine Forderung mit zum Wettbewerb: „Eine Erfindung wie unsere muss Pflicht in jedem Auto werden. Nur so können die Straßen sicherer werden.“

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