Euro-Rettungsschirme gegen Schneeschauer
Bild: Reinhardt
Im dichten Schneetreiben: die Zugleitung mit Präsident Stefan Meyer Wilmes (links) und Zugmarschall Reinhold Everding.
Bild: Reinhardt

 „Wenn alle mitmachen und lachen, ziehen auch die dunklen Wolken weiter“, verspricht Katja Brentrup. Aber das stimmt nicht. Im Gegenteil: Als die Zugleitung mit Präsident Stefan Meyer Wilmes und Zugmarschall Reinhold Everding an der Pfarrkirche St. Lucia um die Kurve biegt, setzen heftige Schnee- und Graupelschauer ein. Es ist feucht und kalt. Aber was echte Karnevalisten sind, die haut das nicht um. Das gilt für die Jecken am Straßenrand, die heftig nach Kamelle schreien, ebenso wie für die 48 am Umzug teilnehmenden Gruppen. Die meisten sind seit etlichen Jahren dabei. Sie haben Mottowagen gebaut, oder sich in farbenprächtige Kostüme geworfen.

„Titanic oder Costa Concordia – mit uns wäre das nicht passiert“, sagt die Damenkompanie aus Greffen. Die Frauen gehen als Matrosen im Umzug mit. Die Gruppe Ruffels hat die neue Sporthalle auf Räder gestellt und dadurch mobil gemacht. So kann sie in jedem Stadtteil stehen. Markus Bellmann und seine „Freunde der guten Musik“ haben den Wagen der Hubertusschützen in einen Après-Ski-Tempel verwandelt und die Greffener Jungschützen ziehen mit einem Piratenschiff durch die Straßen.

Die „Wilde Horde“ hat sich mit den Ortseingangsschildern befasst so wie auch der Karnevalsverein St. Lucia. Die Landjugend aus Brockhagen setzt sich mit der Autobahn 33 auseinander: „Gebaut wird die A 33. Das ist klar. Die Frage ist in welchem Jahr?“ schreibt die Gruppe auf ihrem Wagen.

Sehr nützlich für den Karnevals Club Cronsbachfunken aus Steinhagen sind die blauen Euro-Rettungsschirme, denn sie schützen auch vor Regen und Schnee. Wenngleich sich passend mit dem Wagen des Prinzenpaars die Sonne durch die Wolken schiebt. Zumindest die zweite Runde des Umzugs bleibt trocken.

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