Farbkanarien bringen Weltmeistertitel
Der Farbkanarienzüchter Siegbert Schrader hat zwei Weltmeistertitel gewonnen. Mit fünf Medaillen kehrten die Vögel zurück.

Beide Weltmeistertitel holten Kanarien des Farbschlags Onyx-Schwarzgelbmosaik. Zum einen wurde eine Kollektion mit vier Hennen mit dem Titel belohnt, zum anderen eine als Einzelvogel ausgestellte Henne. Ein Harsewinkeler Hahn aus dieser Farbeserie gewann bei der fünftägigen Weltschau die Silbermedaille. Schraders Kollektion des Farbschlags Kobalt-Schwarzrotmosaik holte Silber, und eine Henne dieser Serie gewann in der Einzelkonkurrenz Bronze. Ohne Platzierung in Hasselt blieben Schraders Kanarien des Farbschlags Opal-Schwarzrotmosaik. „Das sind jetzt die Weltmeistertitel Nummer neun und zehn“, freut sich der 55-jährige Bauleiter, der seit elf Jahren regelmäßig an den Weltschauen teilnimmt, über die Erfolge seiner Zucht.

Zwei Wochen Ruhe vor Saisonbeginn

 Natürlich sind die aktuellen Weltmeister nahverwandt mit den Champions der vergangenen Jahre. Aber auch der Kauf eines Weibchens aus italienischer Zucht vor zwei Jahren hat sich gelohnt. Seine Nachkommen gehören zur aktuellen Weltmeister-Kollektion. Vögel aus Schraderscher Zucht sind inzwischen international gefragt. „Ich bin züchterisch inzwischen in der guten Lage, auch WM-prämierte Vögel abgeben zu können.“ Deutsche Züchter stellten bei der Weltschau in Hasselt 1702 Vögel von insgesamt 23 543 Exemplaren. Drei Wochen vor der Weltschau hatte Schrader bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Salzuflen schon vier Meistertitel gewonnen. Die gingen allesamt an Kollektionen mit jeweils vier Vögeln in den Farbschlägen Onyx-Schwarzgelbmosaik, Kobalt-Schwarzrotmosaik und Opal-Schwarzrotmosaik. Bei den Opal waren je eine Kollektion mit Hennen und eine mit Hähnen siegreich. Bereits vor zwei Jahren hatte Schrader in Bad Salzuflen vier nationale Titel gewinnen können. Die Schausaison ist jetzt beendet. Der Züchter gönnt den Vögeln jetzt noch etwa zwei Wochen Ruhe, und dann starten die Vorbereitungen für die neue Zuchtsaison. Etwa 80 Vögel aus sechs Farbenschlägen will er in diesem Jahr einsetzen. Jahrzehntelange Erfahrung hat dazu geführt, dass pro Paar vier bis fünf Junge großgezogen werden.

SOCIAL BOOKMARKS