Feuerwehrturm ist nun Geschichte
Bild: Aundrup
Ordentlich Staub wurde durch den Abriss des Feuerwehrturms aufgewirbelt.
Bild: Aundrup

Während Frau Siebert dem Bauwerk hinterhertrauert, freuen sich ein paar Meter weiter einige Männer darüber, dass das alte Backsteingemäuer innerhalb von rund dreieinhalb Stunden Geschichte ist. „Zum Glück ist er endlich weg. Der Turm war für uns nur noch nutzlos. Darüber hinaus hat er uns durch viel Dreck zusätzliche Arbeit beschert. Denn bei jedem Tag der offenen Tür mussten wir die Treppen putzen und auch oben alles saubermachen“, sagt der stellvertretende Löschzugführer der Harsewinkeler Feuerwehr, Dietmar Fölling. Auch wenn SPD-Ratsmitglied Norbert Lüffe im Mai 2014 bei seiner Anfrage zum Denkmalschutz des Feuerwehrgerätehauses argumentierte, dass es sich dabei um ein ortsbildprägendes Haus handele, so stufte man das alte Gebäude samt Turm lediglich als „erhaltenswert“ ein. „Zum Glück“, sagt Feuerwehrkamerad Jürgen Strotmann. „Wäre das unter Denkmalschutz gestellt worden, hätte die Erhaltung des gesamten Gebäudes richtig viel Geld gekostet. Und es wäre für uns nicht mal funktional gewesen“, so Strotmann. „Da sind wir mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses schon viel besser für die Zukunft aufgestellt.“ Und während die Feuerwehrleute mit Interesse verfolgen, wie der Turm nach und nach abgebrochen wird, leistet Baggerfahrer Frank Pahlke vom Rietberger Abbruchunternehmen Kathöfer ganze Arbeit. Mit seinem 50 Tonnen schweren Longfront-Bagger rückt er dem Gebäude am frühen Montagmorgen ans Gestein. Nur wenige Minuten dauert es, bis in 22 Metern Höhe die Scheiben klirrend zerbersten und die stabile Dachkonstruktion mit lautem Krachen und Scheppern zu Boden fällt. Etage für Etage wird das Gebäude abgetragen. Dabei erhält Frank Pahlke Hilfe von Frank Südbrock, der mit einem zweiten Bagger die Abrissarbeiten unterstützt. „Für uns ist das Alltag. Nichts Besonderes“, kommentiert der stellvertretenden Bauleiter, Sven Engbert, das Ganze.

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