Fontänen halten Schwanenteich sauber

Er blickt von der Mauer hinunter zur einstigen Schmutzecke: „Jetzt ist hier kaum noch Abfall zu finden.“ Und das hat einen Grund. „Wir hatten viele Jahre Probleme. Der Bereich an der Treppe sah schlimm aus. Das hat seit wenigen Wochen ein Ende, seitdem der Bauhof fünf neue Wasserfontänen an der Mauer installiert hat. Jetzt ist die Fließrichtung des Wassers gezielter – und zwar hin zum Ablauf auf der anderen Seite des Gewässers, wo es gefiltert wird. Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, meint Reinhard Pawel. Ein wenig Unrat ist jedoch immer noch im Herzstück des Stadtparks zu sehen. „Das versuchen wir auch noch in den Griff zu bekommen, in dem wir eventuell noch einen Unterwasserstrahl im Bereich der Treppe installieren werden“, betont Reinhard Pawel im Gespräch mit der „Glocke“.

Idee mit geringen Mitteln umgesetzt

Vorbild für die fünf Fontänen ist das Wasserspiel im Kurpark von Bad Laer. Der Leiter des städtischen Bauhofs, Achim Vorwald, fragte sich, ob das nicht auch ein Modell für Harsewinkel sei. Gesagt, getan: Das Klärwerk hatte noch eine Pumpe in der Halle stehen, die nicht benötigt wurde. „Und so wurde der Umbau mit Bordmitteln bewerkstelligt. Wir brauchten nur ein Edelstahlrohr mit einer Länge von 3,50 Meter anschaffen, mehr nicht“, berichtet der Bauexperte aus dem Rathaus. Die fünf Fontänen seien zunächst ein Versuchsballon. „Wir wollten den Politikern nicht etwas anbieten, was letztendlich nicht funktioniert, und so haben wir die Idee zunächst mit geringen Mitteln umgesetzt“, erläutert der Fachbereichsleiter. Ob das eine Dauerlösung sei, stehe noch nicht fest. Das Wasserspiel ist nicht nur als Gewässerschutz gedacht. Auch die Harsewinkeler haben ihre Freude an den neuen Fontänen. „Schöööön“, japst ein kleines Mädchen und kann die Augen gar nicht mehr von dem Strahl lassen. Auch die Mutter ist ganz fasziniert. Seit Mitte Juli spritzen die Fontänen täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 21 Uhr das kühle Nass gen Himmel. „Wahrscheinlich werden wir die Zeitfenster noch verändern und mehr Etappen einbauen“, berichtet Pawel.

Mehr zur Geschichte des Schwanenteichs erfahren Sie in der Dienstagsausgabe.

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